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Dem Iran droht ein Ölembargo

Aktualisiert am 04.01.2012 31 Kommentare

Die Europäische Union verständigte sich auf Sanktionen gegen Irans Ölexport. Die USA lobten diesen Schritt umgehend. Zuvor hatte Teheran gedroht, bei einem Embargo die Strasse von Hormus zu sperren.

Säbelrasseln: Während der Militärübung im Golf von Hormus wird eine iranische Rakete abgeschossen. (2. Januar 2012)

Säbelrasseln: Während der Militärübung im Golf von Hormus wird eine iranische Rakete abgeschossen. (2. Januar 2012)
Bild: AFP

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Seemanöver des iranischen Militärs ist abgeschlossen. (Video: Reuters )

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Provokation aus dem Iran

Provokation aus dem Iran
Inmitten neuer Spannungen mit den USA hat der Iran im Persischen Golf mit Raketentests begonnen.

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Im Atomstreit mit dem Iran hat sich die Europäische Union nach Angaben von Diplomaten im Grundsatz auf ein Ölembargo gegen Teheran verständigt. Umstritten seien nur noch Details wie der Beginn des Embargos. Der Iran zeigte sich unbeeindruckt von der Ankündigung, obwohl die EU mit einer Ölmenge von etwa 450'000 Fass pro Tag nach China der grösste Abnehmer iranischen Erdöls ist.

Die EU-Aussenminister könnten die Sanktion auf ihrem Treffen am 30. Januar beschliessen, die Verhandlungen seien auf gutem Wege, sagte Frankreichs Aussenminister Alain Juppé heute bei einem Besuch in Lissabon. Ein solcher Schritt war im Dezember in die Diskussion gebracht worden, nachdem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erstmals «glaubwürdige Hinweise» auf eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms aufgeführt hatte. Die EU-Staaten hatten 2010 18 Prozent des exportierten iranischen Erdöls gekauft.

Aktive US-Diplomatie

Die USA haben die Ankündigung eines möglichen Ölembargos der EU gegen den Iran als «sehr gute Neuigkeit» bezeichnet. Dieser Schritt sei das Ergebnis von zahlreichen Konsultationen zwischen Washington und seinen europäischen Partnern, sagte Aussenamtssprecherin Victoria Nuland am Mittwoch.

Sie fügte hinzu, ihre Regierung hoffe, dass ähnliche Massnahmen von anderen Ländern auf der ganzen Welt umgesetzt würden. Finanzminister Timothy Geithner gab derweil bekannt, er werde kommende Woche nach Japan und China reisen, um über weitere Sanktionen zu sprechen.

Die Fähigkeit, aber nicht die Absicht

Der Iran hatte vergangene Woche mit einer Schliessung der Strasse von Hormus gedroht, sollte der Westen Sanktionen gegen Irans Ölexporte verhängen. Durch die strategisch wichtige Meerenge werden 20 Prozent der weltweiten Öltransporte abgewickelt, weshalb eine Blockade gravierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hätte. Der Vize-Generalstabschef Massud Jasajeri sagte gestern jedoch, der Iran habe seit langem die Fähigkeit, aber nicht die Absicht, die Meerenge zu sperren.

Irans Verteidigungsminister Ahmed Wahidi wandte sich unterdessen gegen den Verbleib der US-Streitkräfte im Persischen Golf. «Wir haben stets gesagt, dass die Präsenz von Kräften von ausserhalb der Region im Persischen Golf schädlich ist und nicht als Ärger bereitet. Wir haben daher stets gefordert, dass sie nicht in diesem Meeresgebiet bleiben», sagte Wahidi nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr. Der Iran werde «alles tun, um die Sicherheit in der Meerenge von Hormus zu bewahren».

Auch USA erwägt weitere Sanktionen

Jasajeri sagte seinerseits heute nach Angaben der Internetseite der Revolutionsgarden, die Gegenwart der USA in der Region erhöhe «die Unsicherheit und das Risiko der Spannung und der Konfrontation». Folglich sollten ihre Streitkräfte aus der Region abgezogen werden, um eine «unangenehme Situation» zu verhindern.

Das US-Finanzministerium gab bekannt, Finanzminister Timothy Geithner werde nächste Woche nach Japan und China reisen und wolle dabei über die Verhängung weiterer Sanktionen gegen Teheran sprechen. Peking hatte zuvor erklärt, es lehne die Verhängung «unilateraler» Sanktionen durch die USA ab. US-Präsident Barack Obama hatte am Samstag weitere Sanktionen gegen die iranische Zentralbank unterzeichnet.

(rub/kle/afp/sda)

Erstellt: 04.01.2012, 20:38 Uhr

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31 Kommentare

erich schweizer

04.01.2012, 23:26 Uhr
Melden 33 Empfehlung

die usa sollten sich endlich aus diesen regionen zurückziehen, man hat im irak und auch in afghanistan gesehen wozu dies führt. hier stecken wieder mal klar starke interessen der militär und rüstungsindustrie dahinter, diese sind daran interessiert konflikte am brodeln zu halten. Antworten


Charles Aufranc

04.01.2012, 23:57 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Super! Den Ast absägen auf dem wir sitzen. Da macht wiede jemand ein Riesengeschäft mit uns, die Chinesen kaufen dafür billig im Iran ein. Antworten



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