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Der Präsident verzichtet auf Privileg und steckt im Stau

Von Samuel Reber. Aktualisiert am 02.07.2010

Wegen seines demonstrativen Verzichts auf Privilegien im Strassenverkehr hat der neue philippinische Präsident Benigno Aquino gleich am zweiten Tag nach Amtsantritt im Stau gesteckt.

Wird viel Zeit im Auto verbringen: Benigno Aquino mit Vorgängerin Gloria Macapagal Arroyo.

Wird viel Zeit im Auto verbringen: Benigno Aquino mit Vorgängerin Gloria Macapagal Arroyo.
Bild: Reuters

Der Präsident habe angeordnet, rote Ampeln zu respektieren, ohne Sireneneinsatz zu fahren und keinesfalls die Busspur zu benutzen, sagte ein die Präsidenteneskorte begleitender Journalist am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Aquinos Bodyguards hätten im dichten morgendlichen Berufsverkehr der Hauptstadt Manila bei jedem Stopp herausspringen müssen, um die Präsidentenlimousine zu sichern. Im Ergebnis sei die Eskorte 40 Minute zu spät zu einer Militärparade eingetroffen.

Aquino bereitet mit seinem Beharren, im Strassenverkehr wie jeder gewöhnliche Philippiner behandelt zu werden, seinen Sicherheitsleuten offenbar erhebliches Kopfzerbrechen, wie ein Präsidentensprecher bestätigte. "Er ist berechtigt, mit Sireneneinsatz zu fahren und das würde ihm sicher niemand übel nehmen", sagte Präsidentensprecher Edwin Lacierda. Wenn der Präsident, der neben der Korruption auch die Vorzugsbehandlung von Amtsträgern bekämpfen will, auf seine Privilegien im Strassenverkehr verzichten wolle, müsse er, um pünktlich zu sein, morgens früher aufstehen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.07.2010, 14:51 Uhr

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