Die Piraten im südchinesischen Meer werden immer aggressiver
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Von Januar bis September verdreifachte sich die Zahl der Attacken im südchinesischen Meer auf nunmehr 30. Vor der indonesischen Küste stieg die Zahl der Piratenangriffe im selben Zeitraum von sieben auf 26. Die Zunahme der Angriffe sei auf eine Reduzierung der Patrouillen durch die indonesische Marine zurückzuführen, sagte Noel Choong, Leiter des malaysischen Büros.
Die Zahl der Attacken durch somalische Piraten im Golf von Aden ist von 100 in den ersten neun Monaten 2009 auf 44 im gleichen Zeitraum dieses Jahres gefallen. Verantwortlich für den Rückgang waren die Überwachung der Gewässer durch eine internationale Marine-Flotte sowie die ungünstigen Wetterverhältnisse. Nach dem Ende der Monsun-Zeit Mitte September könnte die Zahl der Piratenangriffe nun jedoch wieder zunehmen, warnte die Organisation.
Frachter «MV Daisy» am Sonntag befreit
Wie ein Sprecher der EU-Mission «Atalanta» am Montag mitteilte, ist der im April vor der somalischen Küste entführte Frachter «MV Daisy» am Sonntag freigegeben worden. Die Besatzung aus 21 philippinischen Seeleuten sei in guter gesundheitlicher Verfassung. Über die Höhe des Lösegelds machte der Sprecher keine Angaben.
Weltweit ist die Zahl der Piratenangriffe auf Schiffe seit Anfang des Jahres leicht zurück gegangen. Wie das Londoner International Maritime Bureau am Montag mitteilte, sank die Zahl der Angriffe von 306 in den ersten neun Monaten 2009 auf 289 im gleichen Zeitraum dieses Jahres. Während das malaysische Büro der Organisation eine Zunahme der Attacken im südchinesischen Meer beobachtet hat, gingen die Angriffe im Golf von Aden zurück. (pbe/dapd)
Erstellt: 18.10.2010, 21:03 Uhr
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