Ausland

Die UNO führt mit dem Iran neue Atomgespräche

Aktualisiert am 30.11.2010

Als Reaktion auf das iranische Atomprogramm hatte die internationale Staatengemeinschaft Sanktionen gegen den Iran verhängt. Jetzt setzen sich die Parteien erstmals wieder gemeinsam an den Verhandlungstisch.

Im Atomstreit mit dem Iran kommt definitiv eine neue Verhandlungsrunde zustande. Dies bestätigte eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton am Dienstag in Brüssel. Die Gespräche sollen am 6. und 7. Dezember in Genf stattfinden.

Bereits am Montag hatte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad mitgeteilt, dass sein Land zur Wiederaufnahme von Verhandlungen bereit sei. Die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats und Deutschlands würden am Sonntag mit Vertretern Irans zusammenkommen. Als Verhandlungsort hatte der Iran zunächst Istanbul favorisiert.

Zusammenarbeit bei der Atomtechnik

Thema der Gespräche wird laut Ahmadinejad unter anderem die Zusammenarbeit bei der Atomtechnik sein. Nicht zur Debatte stünden hingegen der gesamte Anreicherungsprozess und die Herstellung von Kernbrennstoff, da dies Grundrechte eines jeden Mitglieds der internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) seien.

Die internationale Staatengemeinschaft wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung nach Atomwaffen zu streben, was die Führung in Teheran bestreitet. Die UNO, die Europäische Union und die USA haben wegen des Atomprogramms Sanktionen gegen den Golfstaat verhängt.

(ske/sda)

Erstellt: 30.11.2010, 11:22 Uhr

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