«Ein riesiges Gefängnis, in dem Terror an der Tagesordnung ist»

Aktualisiert am 15.03.2010

Die Versorgung mit Lebensmitteln in Nordkorea hat sich nach Angaben eines Uno-Menschenrechtsexperten verschlechtert. Nordkorea weist den Bericht zurück.

Strenge Blicke: Ein nordkoreanischer Soldat an der Grenze zu Südkorea.

Strenge Blicke: Ein nordkoreanischer Soldat an der Grenze zu Südkorea.
Bild: Keystone

Klare Worte: Vitit Muntarbhorn bei der Pressekonferenz in Genf.

Klare Worte: Vitit Muntarbhorn bei der Pressekonferenz in Genf. (Bild: Keystone)

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Die Spitzen des Landes würden sich Edelprodukte gönnen, während sich der Grossteil der Bevölkerung mit Reisbrei und Getreide begnügen müsse. Dies sagte der thailändische Jurist Vitit Muntarbhorn am Montag vor der Presse in Genf.

Dort befasste sich der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mit Muntarbhorns Bericht über Nordkorea. Darin wird das Land als «riesiges Gefängnis» beschrieben, in dem «Terror» an der Tagesordnung sei.

Nordkorea verweigert Zusammenarbeit

Nordkorea wies den Bericht als Teil einer westlichen Verschwörung zur «Beseitigung des Staates und des sozialen Systems der Demokratischen Volksrepublik Korea» zurück. Seine Delegation lehne den UNO-Sonderberichterstatter und dessen Bericht entschieden ab, erklärte der nordkoreanische Gesandte bei der Uno in Genf, Choe Myong Nam.

Nordkorea weigert sich, mit Muntarbhorn zusammenzuarbeiten. Dieser stützte sich in seinem Bericht unter anderem auf Interviews mit aus Nordkorea geflohenen Menschen. (jak/sda)

Erstellt: 15.03.2010, 21:57 Uhr

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