Geldmangel: Wahlen in Afghanistan verschoben
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Die Wahlkommission begründete die Entscheidung mit Geldmangel, Sicherheitsbedenken und logistischen Problemen. Vor allem in den USA war die Forderung nach einer Verschiebung der ursprünglich für den 22. Mai geplanten Wahl laut geworden. So soll es mehr Zeit für Reformen geben, um Betrug wie bei der Präsidentschaftswahl im August 2009 zu vermeiden. Die Vereinten Nationen in Kabul begrüssten die Entscheidung die Whalen auf den 18. September zu verschieben. Damit gebe es nun mehr Zeit, um nach den jüngsten Erfahrungen die Missstände zu beseitigen. «Dies wäre mit dem ursprünglichen Datum äusserst schwierig gewesen», hiess es in einer Erklärung der Uno.
Der schwierige Prozess der Demokratisierung - mehr als acht Jahre nach dem gewaltsamen Sturz des Taliban-Regimes - ist auch ein Thema der internationalen Afghanistan-Konferenz am Donnerstag in London. Der afghanische Präsident Hamid Karzai brach zu einer Reise in die Türkei und nach Deutschland auf, um noch vor der Konferenz mit den jeweiligen Regierungen zu sprechen. Die Wahlkommission erklärte, für die Vorbereitung der Parlamentswahl mit Kosten von insgesamt 120 Millionen Dollar fehlten noch etwa 50 Millionen Dollar.
Bei mehreren Bombenanschlägen im Süden Afghanistans wurden am Wochenende fünf US-Soldaten getötet. Seit Jahresbeginn sind damit bereits mindestens 25 amerikanische Soldaten ums Leben gekommen - verglichen mit 14 im Januar 2009. Der Süden des Landes gilt als Hochburg der Taliban. (bru/ddp)
Erstellt: 24.01.2010, 12:47 Uhr











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