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Georgische Demonstranten erheben sich gegen diktatorischen Führungsstil

Aktualisiert am 22.05.2011 4 Kommentare

In Georgien gingen Tausende gegen Präsident Saakaschwili auf die Strasse. In Tiflis kam es zu heftigen Strassenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei.

1/4 Heftige Kämpfe: Ein Demonstrant duelliert sich in Tiflis mit einem Zivilpolizisten.
Bild: Reuters

   

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In Georgien haben wieder tausende Menschen den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili gefordert. Rund 2500 Demonstranten versammelten sich vor der Zentrale des staatlichen Rundfunks in der Hauptstadt Tiflis.

Nachdem am Samstag tausende Menschen friedlich auf die Strasse gegangen waren und den Rücktritt des Staatschefs gefordert hatten, griffen am Morgen rund 30 Demonstranten einen Polizeiwagen mit schweren Plastikrohren an. Die Polizei reagierte mit Gummigeschossen und Tränengas.

Anführer sollte festgenommen werden

Die Polizei hatte offenbar versucht, einen der Anführer der Proteste festzunehmen, woraufhin zwei Dutzend Demonstranten, die in der Nacht vor dem Gebäude des Staatsfernsehens ausgeharrt hatten, auf das Polizeiauto losgingen.

Innenministeriumssprecher Schota Utiaschwili sagte, die Polizei habe Gummigeschosse in die Luft gefeuert, nach Zeugenangaben wurden auch Kanister mit Tränengas eingesetzt.

Polizei schüchtert Demonstranten ein

Eine Anführerin der Opposition, Nino Burdschanadse, warf der Polizei vor, Strassen zu blockieren und Anhänger der Opposition einzuschüchtern, um sie von den Protesten fernzuhalten. Sie und andere Oppositionsführer riefen Anhänger auf, sich auch am (morgigen) Montag zu Protestaktionen zu versammeln.

Die Opposition beschuldigt den in den USA ausgebildeten Saakaschwili der Korruption sowie der Niederschlagung demokratischer Reformen. Nachdem er 2004 nach einem Erdrutschsieg ins Präsidentenamt gewählt worden war, gewann er 2008 seine Wiederwahl mit nur 53 Prozent der Stimmen.

«Kampf für die Befreiung Georgiens»

«Das ist der Beginn eines entscheidenden Kampfes für die Befreiung Georgiens von Saakaschwili», sagte die frühere Schachweltmeisterin und Oppositionsführerin, Nona Gaprindaschwili, am Samstag zu Beginn der Proteste, die fünf Tage lang andauern sollten.

Zu einem weiteren Protest kam es nach Angaben des Innenministeriums am Samstag in der Hafenstadt Batumi am Schwarzen Meer. Dort hätten Demonstranten versucht, das Gebäude einer Fernsehfirma zu stürmen. Die Polizei habe dies aber verhindern können, sagte der Ministeriumssprecher. (kpn/dapd)

Erstellt: 22.05.2011, 19:44 Uhr

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4 Kommentare

Anastasia-Margarita Iosselani

22.05.2011, 21:11 Uhr
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Georgien muss immer und ständig von Irgendjemandem befreit werden. Mal sind es die Perser, dann das Osmanische Reich, dann die Russkis und zuletzt haben die Georgier eigene Despoten, welche sie plagen. An all die georgischen Nationalisten, die SU war doch gar nicht so schlimm, oder??? Antworten


Zelokan Zel

22.05.2011, 22:36 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ja vieleicht auch hier einen "Frühling" nicht arabisch aber macht ja nichts...Auch da herrscht ein Machtsüchtigen Autokrat.
Ups!...er ist ein Freund des Westens...also konnen die Demonstranten ja nur im Unrecht sein.
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