Gewalt überschattet Auftakt der Afghanistan-Wahl
Aktualisiert am 20.08.2009 3 Kommentare
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Im nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus schlug eine Rakete in einem Wahllokal ein. Eine zweite Rakete sei hinter der Schule detoniert, die als Wahllokal genutzt wird, sagte der Sprecher des Provinz-Gouverneurs, Mahbubullah Sayedi, der Nachrichtenagentur dpa. Niemand sei verletzt worden. Ein dpa-Reporter berichtete dagegen, er habe ein verwundetes Kind gesehen.
Aus Sicherheitskreisen in Lashkar Gar hiess es, in der Hauptstadt der südafghanischen Provinz Helmand seien zwei Menschen beim Einschlag einer Rakete verletzt worden. Der Gouverneur von Helmands Nachbarprovinz Kandahar, Turyalai Wesa, bestätigte bei seiner Stimmabgabe einen Raketenangriff in Kandahar, bei dem es aber keine Opfer gegeben habe.
Das E-Mail der Taliban
Aus Geheimdienstkreisen hiess es, in der Kundus benachbarten Provinz Baghlan sei ein Distrikt-Polizeichef bei einem Angriff der Taliban getötet worden. In der ebenfalls an Kundus angrenzenden Provinz Takhar teilte die Polizei mit, zwei Selbstmordattentäter seien festgenommen worden, als sie versucht hätten, in ein Wahllokal einzudringen. In der Nähe des Polizei-Hauptquartiers sei ein Sprengsatz detoniert, der eine Wand zum Einsturz gebracht habe. Opfer habe es nicht gegeben.
Unbestätigten Angaben zufolge kam es auch in weiteren Provinzen zu gewaltsamen Zwischenfällen. Aus Angst vor einer niedrigen Wahlbeteiligung hat die Regierung die Medien aufgefordert, am Wahltag nicht über Angriffe und Anschläge zu berichten. Die Taliban teilten in einer E-Mail mit, ihre Kämpfer hätten 16 Wahllokale im Land angegriffen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. (sam/sda)
Erstellt: 20.08.2009, 10:21 Uhr
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