Iran: Beweise für Wahlfälschung?
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Grossdemonstration am Montag in Teheran
Quelle: CNN
Die Daten zu überprüfen ist unmöglich. Inzwischen verbreiten sich im Iran trotz Einschränkungen in der Telekommunikation verschiedene «offizielle» Wahlresultate in Windeseile. Dies berichtet die britische Zeitung «Guardian». Sie zeigen: Der wahre Sieger heisst Mir Hossein Moussavi.
Eine Version, die sich auf informierte Quellen im Innenministerium beruft und auf regierungskritischen Webseiten publiziert wird, zeigt Moussavi mit 21,3 Millionen Stimmen oder 57,2 Prozent. Das wäre eine absolute Mehrheit und würde einen zweiten Wahlgang überflüssig machen. Gemäss den Zahlen erreichte Mahmoud Ahmadinejad nur 10,5 Millionen Stimmen oder 28 Prozent. Zudem meldete diese Quelle auch 0,6 Millionen ungültige Stimmen - ein Fakt, der im offiziellen Bulletin fehlt. Dieses hatte 63 Prozent für Ahmadinejad und 34 Prozent für Moussavi gemeldet.
Phantomwähler, mehrfache Stimmabgaben
Gemäss dem Bericht des «Guardian», sollen diese Zahlen auf undurchsichtigen Wegen direkt ins Wahlsystem eingespeist worden sein. Die iranische Website Balatarin berichtet auch von einer E-Mail, die ein Aufseher über sechs Wahllokale verfasst haben soll. Er berichtet darin von Phantomwählern, etwa Kindern oder Stimmen, die mehrfach gezählt worden seien. Auch diese Angaben können derzeit nicht überprüft werden.
Es gibt aber auch Stimmen, die das offizielle Resultat für korrekt halten. Es soll in etwa Meinungsumfragen entsprechen, die drei Wochen vor den Wahlen durchgeführt worden sind. (se)
Erstellt: 16.06.2009, 09:06 Uhr




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