Iranerin könnte morgen hingerichtet werden
Von Monica Fahmy. Aktualisiert am 02.11.2010 11 Kommentare
Mina Ahadi lebt seit 1996 in Köln. Die Iranerin gründete kürzlich den Zentralrat der Ex-Muslime, um die Auswirkungen der Scharia anzuprangern. Ahadi lebt unter Polizeischutz.
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Sakineh Mohammadi Ashtiani könnte bereits morgen hingerichtet werden, fürchten Menschenrechtsaktivisten. «Wir haben die Nachricht bekommen, dass das oberste Gericht in Teheran ihre Hinrichtung genehmigt hat», sagt Mina Ahadi. Die Menschenrechtsanwältin ist eine der Urheberinnen der Kampagne zur Rettung von Ashtiani (www.stopstoningnow.com). «Laut unseren Informationen hat das Tabriz-Gefängnis den Brief bereits erhalten.»
Ashtianis Hinrichtung stehe also unmittelbar bevor. «Am Mittwoch ist im Iran Hinrichtungstag», sagt Ahadi. «Jedes Gefängnis hat eine Hinrichtungsabteilung.» Wenn die Genehmigung aus Teheran vorliege, vollstrecke die Gefängnisleitung das Urteil immer an einem Mittwoch. «Morgen ist Mittwoch, wir haben schreckliche Angst um Frau Ashtiani», sagt Mina Ahadi. Man versuche, genauere Informationen zu erhalten, dies sei aber zurzeit sehr schwierig.
Sohn und Anwalt nach wie vor im Gefängnis
Wegen des Besuchs zweier deutscher Journalisten hatte das Regime am 10. Oktober Ashtianis Sohn Sajjad Ghaderzadeh und ihren Anwalt Houtan Kian verhaften lassen. «Sajjad wurde wie seine Mutter massiv unter Druck gesetzt», sagt Mina Ahadi. In iranischen Medien sei sein fabriziertes Geständnis zu lesen, dass er falsch gehandelt habe, Journalisten zu treffen. In iranischen Medien werde auch der Anwalt Houtan Kian diskreditiert. «Er wird sicher Wochen oder sogar Monate im Gefängnis bleiben müssen.»
Ashtiani selber habe seit dem 11. August keinen Besuch mehr erhalten können. Die Iranerin war ursprünglich wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Nach internationalen Protesten änderte das Gericht das Urteil. Die 43-jährige soll nun wegen Beihilfe zum Mord an ihrem Ehemann hingerichtet werden. Im iranischen Fernsehen hat eine Frau, die sich als Ashtiani ausgab, gestanden. Menschenrechtler sind überzeugt, dass das angebliche Geständnis unter Folter zustande gekommen sei. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.11.2010, 13:26 Uhr
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11 Kommentare
Man sollte die Firmen, welche mit solchen Staaten geschäften offiziell an einen Pranger stellen und die Produkte boykottieren. Es kann nicht sein, dass solche Unternehmen, die die Freiheiten unserer Demokratien dazu benutzen mit solchen Staaten dann Geschäfte zu machen. Gelinde gesagt ist es eine Frechheit, und es bleibt anzumerken, dass sich diese Unternehmen moralisch schuldig machen. Antworten
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