Ausland

Islamistischer Sturm aufs Ferienparadies

Aktualisiert am 30.12.2011 53 Kommentare

Islamisten vermuten einen Hort der Prostitution: Nach Massenprotesten gegen «antiislamische Aktivitäten» müssen hunderte Luxushotels auf den Malediven künftig ihre Wellness-Bereiche schliessen.

1/6 Isalmisten stören die Idylle mit dem Vorwurf «antiislamischer Aktivitäten»: Hunderte Luxushotels, wie dieses auf der Insel Boduhithi, müssen ihre Wellness-Center schliessen. (Archivbild von 2007)
Bild: AFP

   

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Dieser Entscheid dürfte hohe Wellen werfen. Zur Prostitutionsbekämpfung hat die Regierung der Malediven die Schliessung der Wellnessbereiche in den Hotels des Inselstaats im Indischen Ozean angeordnet. Der Erlass des Tourismusministeriums gelte auch für Kosmetik- und Massagesalons in allen Beherbergungsbetrieben der Malediven, sagte ein Regierungsvertreter heute.

Die Regierung reagierte mit der Entscheidung auf Proteste einer einflussreichen Islamistenpartei, die in den Wellnessanlagen Horte der Prostitution vermutet. In der vergangenen Woche hatten tausende Inselbewohner von der Regierung gefordert, «antiislamische Aktivitäten» einzustellen. Neben anderen Gruppen warf die oppositionelle Gerechtigkeitspartei Präsident Mohammed Nasheed vor, die Prinzipien des Islams zu untergraben.

Die Demonstranten forderten auch ein Verkaufsverbot von Alkohol sowie die Schliessung von Bordellen, die verdeckt als Massagesalons betrieben würden. Ein Dorn im Auge sind ihnen auch Statuen, die Nachbarländer den Malediven zuletzt auf einem Gipfeltreffen zum Geschenk gemacht hatten.

Lebensnerv Tourismus

Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen auf den aus 1192 Inseln und Inselchen bestehenden Malediven. Das Land ist vor allem ein Ziel von Luxus- und Hochzeitsreisen. Im zu Ende gehenden Jahr wurden nach offiziellen Angaben rund 850'000 Touristen gezählt.

Der sunnitische Islam ist auf den Malediven Staatsreligion. Die Ausübung anderer Religionen ist verboten. Noch vor wenigen Tagen hatte Staatschef Mohammed Nasheed allerdings bei seinen rund 330'000 Landsleuten für eine tolerante Religionsauslegung geworben. (rub/AFP, dapd)

Erstellt: 30.12.2011, 21:22 Uhr

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53 Kommentare

Linus Huber

31.12.2011, 01:08 Uhr
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Muslime sind immer und überall bestrebt, Dinge nach ihrer Idee zu verändern; alles andere ist Augenwischerei. Darum muss die Einwanderungspolitik eine klare Linie in Bezug auf die Menge solcher Leute festlegen. Mehr als 5% Muslime in der Schweiz sollte ausgeschlossen sein. Antworten


Sacha Meier

31.12.2011, 01:23 Uhr
Melden 337 Empfehlung

Dass Islam-Fundamentalisten zeitgleich überall und um jeden Preis den Geldhahn des Tourismus zudrehen, ist ganz einfach politisches Kalkül. Je mehr die Massen verarmen und sich auch Bildung und neutrale Information nicht mehr leisten können, umso empfänglicher werden sie für radikales und populistisches Gedankengut. In wenigen Jahren werden die Gottesstaaten wie Pilze aus dem Boden schiessen. Antworten



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