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Kim Jong-il gibt sich gesprächsbereit im Atomstreit

Nordkoreas Staatschef ist offenbar bereit, die Sechs-Parteien-Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufzunehmen – aber nicht ohne Bedingungen.

Zaghafte Änderung seiner Meinung: Kim Jong-il.

Zaghafte Änderung seiner Meinung: Kim Jong-il.
Bild: Keystone

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-il hat in Gesprächen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao seine Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Sechsparteien-Gespräche über sein Atomprogramm signalisiert. Das berichteten übereinstimmend amtliche Medien aus beiden Ländern am frühen Dienstagmorgen. Kim machte seine Bereitschaft von Verbesserungen im Verhältnis zu den USA abhängig.

Kim habe Wen erklärte, dass eine atomwaffenfreie Zone in ganz Korea weiter das Ziel sei und dass das feindliche Verhältnis zu den USA «durch bilaterale Gespräche in friedliche Beziehungen» verwandelt werden sollte, berichtete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Wens dreitägiger Besuch in Pyongyang endet der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge am heutigen Dienstag.

Die USA reagierten zurückhaltend. Man kenne diese Berichte, habe aber von den Chinesen noch keine Details aus dem Treffen erfahren, sagte Aussenamtssprecher Ian Kelly. Die USA befürworteten grundsätzlich jeden Dialog, der das Ziel habe, die koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen zu machen.

Gespräche im letzten Frühling abgebrochen

Nordkorea hatte sich im April von den Sechsparteiengesprächen mit den USA, China, Japan, Russland und Südkorea zurückgezogen und im Mai seinen zweiten Atombombentest durchgeführt. Die USA, China, Japan, Russland und Südkorea versuchen seit Jahren in Gesprächen, Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen. Sie haben dem Land dafür Wirtschaftshilfe und andere Vergünstigungen in Aussicht gestellt.

Unterdessen meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise, Nordkorea sei kurz vor einer Wiederherstellung seiner Atomanlagen. Zu diesem Ergebnis seien der südkoreanische und der US-Geheimdienst nach eingehender Untersuchung von rund zehn Atomanlagen in dem kommunistischen Land gekommen. (vin/ap)

Erstellt: 06.10.2009, 09:08 Uhr

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