Kims kurioses Geisterhotel beginnt wieder zu leben
Es war ursprünglich ein Projekt, das ausländische Investoren ins bitterarme Land bringen sollte. Ein Vertreter der nordkoreanischen Regierung versprach potenziellen Geldgebern, dass man im geplanten 105-stöckigen Hotel mitten in Pyongyang eigentlich fast alles machen könne. «Die Ausländer können sogar Kasinos oder Nachtclubs betreiben», sagte er gemäss der Zeitung «Japan Economic Journal».
1987 hatten die Bauarbeiten für das Hotel Ryugyong begonnen. Geplant war, eine Nobelherberge mit 3000 Zimmern, 360'000 Quadratmetern Fläche und sieben Drehrestaurants auf 330 Meter in den Himmel der Hauptstadt hochzuziehen. Schon im Juni 1989 hätte es pünktlich zum Jugend- und Studentenfestival eröffnet werden sollen. Doch dazu kam es nicht. Probleme mit den verwendeten Materialien, mit den Finanzen, ständige Stromausfälle und die verheerende Hungerkatastrophe von 1990 liessen die Arbeiten einschlafen. Ab 1992 lief gar nichts mehr.
Nochmals zwei Milliarden
Doch inzwischen haben Reisende festgestellt, dass am Ryugyong wieder gebaut wird. Ab April 2008 wurden Fenster eingebaut, die Spitze verkleidet. Südkoreanische Quellen schätzen, dass die Fertigstellung - und vor allem die Korrektur der Mängel des Gebäudes – nochmals zwei Milliarden Dollar kosten wird. Fertig gebaut wird das Ryugyong jetzt vom ägyptischen Bauriesen Orascom, übrigens eine Schwestergesellschaft von Andermatt-Entwickler Samir Swairis. (se)
Erstellt: 03.09.2009, 11:42 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




