Kriegsheld fordert Präsident heraus
Der Oberbefehlshaber der damaligen Regierungsoffensive kündigte am Sonntag an, bei der Abstimmung am 26. Januar Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa herauszufordern. «Ich habe mich entschlossen als Kandidat der Opposition anzutreten», erklärte Sarath Fonseka. Er verknüpfte die Ankündigung mit scharfen Angriffen auf Rajapaksa, der ihn nach dem Sieg im Nordosten aus der Armee gedrängt hatte. «Sri Lanka hat lange unter den Terroristen gelitten, zu lange. Nun, da wir den Terrorismus beseitigt haben, darf das Land nicht in den Händen eines Dikators bleiben.»
Fonseka tritt für die wirtschaftsfreundliche Vereinigte Nationalpartei und die marxistische Janatha Vimukthi Peremuna an, die für die Wahl ein Bündnis geschlossen haben. Rajapaska nimmt den Sieg gegen die Rebellen seinerseits als Erfolg in Anspruch.
Menschenrechtsverletzungen?
Internationale Menschenrechtsgruppen haben Sri Lanka Kriegsverbrechen bei der Niederschlagung des Aufstands vorgeworfen. Die Rebellen hatten ihre Region im Norden des mehrheitlich von Singhalesen bewohnten Landes seit 1983 unter Kontrolle. (se/sda/)
Erstellt: 29.11.2009, 09:07 Uhr



