Ausland

Leuthard rührt die Werbetrommel

Aktualisiert am 12.08.2010

Bundespräsidentin Doris Leuthard hat am Donnerstag die Weltausstellung in Shanghai besucht – und warb eifrig für die Schweizer Wirtschaft.

Schweizer Kreuz und Schweizer Technik: Leuthard präsentierte sich am Donnerstag in Rot und Weiss.

Schweizer Kreuz und Schweizer Technik: Leuthard präsentierte sich am Donnerstag in Rot und Weiss.
Bild: Keystone

Leuthard war Ehrengast am Nationentag des Schweizer Pavillons und nutzte die Gelegenheit, um die Kompetenzen der Schweizer Unternehmen herauszustreichen. Bei der Zeremonie in Anwesenheit chinesischer Würdenträger plädierte die Wirtschaftsministerin für eine verstärkte Förderung von Umwelttechnologien. Sie wünsche sich eine engere Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und China auf diesem Gebiet, sagte Leuthard vor den rund 400 Gästen. «Sie finden in diesem Pavillon viele Beispiele, wie Schweizer Unternehmen Lösungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Ressourcen liefen.»

Doris Leuthard besichtigte in Begleitung einer Schweizer Wirtschaftsdelegation anschliessend den Pavillon des Gastgebers China sowie die Ausstellungen der Städte Basel, Genf und Zürich. Der Besuch der Bundespräsidentin an der Expo 2010 wurde allerdings von einem Unfall auf der Sesselbahn des Schweizer Pavillons überschattet.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hatte sich eine chinesische Besucherin Anfang Woche einen Fuss gebrochen, als ein Sessel im Regen ins Rutschen geraten und gegen den vorderen Sessel geprallt war. Bei Regen sollte die Bahn nicht in Betrieb sein. Weil der Regen aber plötzlich einsetzte, hatten die Betreiber die Anlage nicht rechtzeitig abstellen können. Die Sesselbahn ist in der Schweiz bei Regen getestet worden, doch in Shanghai kommen die Faktoren Hitze und Luftverschmutzung hinzu.

Pavillon weiterhin ein Publikumsrenner

Der Unfall werde das Bild von der technischen Kompetenz der Schweiz nicht trüben, glaubt der Leiter des Pavillons, Manuel Salchli. Das Image werde von anderen Teilen der Ausstellung verdeutlicht, die Sesselbahn sei als eher spielerisches Element konzipiert worden. Zudem seien während den letzten zwei Tagen viele Leute vor dem Eingang Schlange gestanden, obwohl die Anlage zurzeit stillsteht, sagte Salchli: «Die chinesische Medien machen übrigens kein grosses Aufheben darüber.» Allerdings haben sie gemäss Salchli erst Donnerstagnachmittag (Lokalzeit) vom Zwischenfall erfahren. Schweizer Medien hatten bereits am Mittwochabend über den Unfall berichtet.

Doris Leuthard ist seit Dienstag auf wirtschaftlicher Mission in China unterwegs. In fünf Tagen besucht sie drei Städte, neun Vertreter der Schweiz und 28 Repräsentanten der Weltwirtschaft. Der Höhepunkt der Woche folgt voraussichtlich am Freitag: Die Wirtschaftsministerin trifft in der Hauptstadt Peking den chinesischen Präsidenten Hu Jintao. (raa/sda)

Erstellt: 12.08.2010, 22:02 Uhr

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