Mysteriöser Tod eines iranischen Arztes
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Widersprüchliche Angaben zur Todesursache liessen in Oppositionskreisen den Verdacht laut werden, dass der 26-jährige Ramin Purandardschani einem politisch motivierten Mord zum Opfer gefallen sein könnte. Purandardschani hatte im berüchtigten Kahrisak-Gefängnis mutmassliche Folteropfer behandelt.
Auf verschiedenen oppositionellen Websites hiess es, Purandardschani sei möglicherweise getötet worden, weil er über die Misshandlungen Bescheid gewusst habe. Unter anderem soll der Arzt, der im Rahmen seines Militärdienstes in dem Gefängnis eingesetzt war, im Juli dazu gezwungen worden sein, die Sterbeurkunde eines prominenten Oppositionsanhängers zu fälschen. Purandardschani sei eine Woche lang eingesperrt worden, bis er sich bereit erklärt habe zu bescheinigen, dass der 24-jährige Mohsen Ruhalamini an Meningitis gestorben sei.
Verwirrende Informationslage
Purandardschanis Tod am 10. November wurde zuerst auf oppositionsnahen Webseiten gemeldet und später von den iranischen Behörden bestätigt. Ein Kollege des Arztes wurde mit den Worten zitiert, Purandardschani habe sich das Leben genommen. Später zog er seine Aussage zurück und sprach von «verdächtigen» Todesumständen. Die Behörden verkündeten zunächst, Purandardschani habe im Schlaf einen Herzinfarkt erlitten, danach war von einer Vergiftung die Rede.
Der Vater des Verstorbenen, Resa Koli Purandardschani, sagte, er halte die offiziell genannten Todesursachen für unglaubwürdig. Ihm sei von Seiten der Sicherheitskräfte in Teheran zunächst gesagt worden, sein Sohn sei bei einem Autounfall verletzt worden und müsse operiert werden. Purandardschanis Leichnam wurde seiner Familie übergeben und am Sonntag beigesetzt. (cpm/ap)
Erstellt: 18.11.2009, 12:22 Uhr
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