Neue Cruise Missiles im Iran
Wichtig fürs iranische Selbstbewusstsein: Raketenprogramm der Armee. (Bild: Keystone)
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Der Iran hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit der Serienproduktion einer Kurzstreckenrakete begonnen. Die Rakete vom Typ Nasr 1 kann von Schiffen und Küsten aus abgefeuert werden, sagte Verteidigungsminister Ahmad Wahidi am Sonntag im staatlichen Fernsehen.
Nach einigen technischen Veränderungen werde sie auch von Helikoptern und U-Booten aus eingesetzt werden können. Erst im Februar hatte die iranische Marine das erste Kriegsschiff aus landeseigener Produktion in Dienst gestellt. Der 94 Meter lange Zerstörer war auf den Namen «Jamaran» getauft worden.
Der Iran steht im Verdacht, an der Entwicklung der Atombombe zu arbeiten. Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat das islamische Land bereits.
Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen.
Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten.
China erteilt Sanktionen erneut eine Absage
Nachdem der Iran vor Kurzem begonnen hatte, sein Uran auf 20 Prozent anzureichern und nach einem kritischen Bericht der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA, in dem diese erstmals nicht mehr ausschloss, dass der Iran nach A-Waffen strebt, war die Forderungen nach neuen Strafmassnahmen gegenüber dem Iran laut geworden.
In Peking zeigte sich die chinesische Führung am Sonntag aber erneut skeptisch gegenüber der Wirksamkeit von Sanktionen. China setze im Atomstreit mit Iran weiter auf Diplomatie, sagte der chinesische Aussenminister Yang Jiechi.
An einer Medienkonferenz am Rande der diesjährigen Tagung des Volkskongresses sagte Yang Jiechi: «Wir denken nicht, dass die diplomatischen Bemühungen ausgeschöpft sind.»
Er fügte hinzu: «Druck und Sanktionen können diese Fragen nicht grundsätzlich lösen.» China ist eines der fünf ständigen Mitglieder im Uno-Sicherheitsrat und kann mit seinem Veto eine Resolution zu Fall bringen. (sam/ddp)
Erstellt: 09.03.2010, 19:18 Uhr
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