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Nordkorea gründet Division für neue Raketen

Nordkorea lässt militärisch weiter die Muskeln spielen. Es geht um Mittelstreckenraketen, die US-Stützpunkte in Japan und Guam erreichen könnten.

Neue Bedrohungslage: Südkoreanische Soldaten.

Neue Bedrohungslage: Südkoreanische Soldaten.
Bild: Keystone

Nach südkoreanischen Medienberichten hat der kommunistische Staat für neuentwickelte Mittelstreckenraketen eine eigene Division ausgehoben. Die Raketen haben eine Reichweite von rund 3000 Kilometern und könnten damit auch US-Stützpunkte in Japan und Guam erreichen.

Die neue Division der nordkoreanischen Streitkräfte sei für die Aufstellung der Raketen zuständig, meldete am Dienstag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Wie viele Raketen dieses Typs es gibt, ist aber unklar.

Bei Parade gezeigt

Das südkoreanische Verteidigungsministerium wollte den Bericht nicht bestätigen. Aus einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Militärdokument geht hervor, dass Nordkorea eine neuen Typ von Mittelstreckenrakete entwickelt hat. Dabei soll es sich um die gleiche Bauart handeln, die bereits 2007 bei einer Parade gezeigt wurde.

Falls sich die Meldung bestätige, deutete dies darauf hin, dass es Nordkorea gelungen sei, seit 2007 mehr Mittelstreckenraketen zu entwickeln und dass das Land nun eine grössere Truppeneinheit brauche, um damit umzugehen, sagte Ohm Tae-am vom staatlichen Korea-Institut für Verteidigungsanalysen in Seoul.

Pyongyang verärgert

Nordkorea hatte am Montag mit massiven Drohungen auf das jährliche gemeinsame Manöver der südkoreanischen und der US-Streitkräfte reagiert. Man sei jederzeit bereit, die Truppen im Süden «in die Luft zu jagen», erklärten die nordkoreanischen Streitkräfte. Das Manöver dient der Vorbereitung für den Fall, dass die US-Streitkräfte in einen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea eingreifen müssen. Die USA haben mehr als 28'000 Soldaten in Südkorea stationiert.

Die kommunistische Regierung in Pyongyang hatte im vergangenen April mit dem Start einer Langstreckenrakete internationale Proteste ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat verhängte drei Monate später neue Sanktionen gegen Nordkorea und verschärfte das Waffenembargo gegen den kommunistischen Staat. (sam/ddp)

Erstellt: 09.03.2010, 11:56 Uhr

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