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Pakistan räumt nach Dammbruch eine weitere Stadt

Aktualisiert am 28.08.2010

Die Katastrophe in Pakistan nimmt kein Ende: Dammbrüche im Süden des Landes haben erneut Hunderttausende in die Flucht gezwungen.

1/45 Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Bild: Keystone

   

Im Süden Pakistans haben die Wassermassen am überschwemmten Fluss Indus am Samstag weitere Dämme zerstört und erneut hunderttausende Menschen die Flucht getrieben. Insgesamt sind in der Umgebung der Stadt Thatta nun 2,3 Millionen Menschen ohne Unterkunft.

Das sagte der Verantwortliche für die Hilfsmassnahmen in der Provinz Sind, Ghulam Ali Pasha. Am Freitag war die 300'000-Einwohner- Stadt Thatta praktisch vollständig geräumt worden, weil ein nahe gelegener Damm gebrochen war und das Wasser durch einen 20 Meter breiten Riss strömte.

Dicht bevölkerte Mündung

Laut Pasha sind durch die Überschwemmungen in der Provinz Sind seit Anfang August sieben Millionen Menschen vertrieben worden, «allein eine Million in den vergangenen zwei Tagen». In den am Anfang der Katastrophe am stärksten betroffenen Regionen im Norden und Zentrum Pakistans ging das Wasser allmählich zurück.

Doch die heftigen Regenfälle der vergangenen Wochen haben den Indus nahe seiner Mündung extrem anschwellen lassen. Die Gegend nahe der Mündung ist äusserst fruchtbar und daher dicht bevölkert. Seit einer Woche sind die Dörfer und Städte dort jedoch nahezu menschenleer. (jak/sda)

Erstellt: 28.08.2010, 09:35 Uhr

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