Pakistans Geheimdienst erwischt Talibanführer
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Pakistanische Sicherheitskräfte haben laut einem Bericht der Zeitung «New York Times» (Dienstagsausgabe) erneut ein ranghohes Taliban-Mitglied festgenommen. Mullah Abdul Kabir sei ein Kommandant im Kampf gegen die US-Truppen im Osten Afghanistans und sei vor mehreren Tagen in Nawshera in der pakistanischen Provinz North West Frontier festgenommen worden, berichtete die «NYT» unter Berufung auf einen pakistanischen Geheimdienstvertreter.
Mullah Kabir gehöre zu einer kleinen Gruppe mit dem Namen Quetta Shura, die die Taliban-Aktionen leite, und erstatte dem Gründer der Gruppe, Mullah Mohammed Omar, Bericht. Bei der Festnahme handle es sich offenbar um eine pakistanische Geheimdienstaktion.
Pakistan hat den Kampf gegen Aufständische im eigenen Land verschärft und in den vergangenen Wochen offenbar mit Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA mehrere Taliban-Anführer festgenommen. Unter anderem nahmen US- und pakistanische Geheimdienstagenten Mullah Abdul Ghani Baradar fest, den obersten Militärbefehlshaber der Taliban, der ebenfalls Mitglied der Quetta Shura ist.
ISAF-Kommandant entschuldigt sich
Derweil entschuldigte sich der Kommandant der Internationalen Schutztruppe ISAF persönlich beim afghanischen Volk für den Tod von zahlreichen Zivilisten bei einem Luftschlag in Südafghanistan.
«Ich habe eine gründliche Untersuchung in Gang gesetzt, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert», sagte US-General Stanley McChrystal nach einer Mitteilung der ISAF vom Dienstag in einer Videobotschaft. «Wir sind zutiefst betrübt über den tragischen Verlust unschuldigen Lebens. Ich habe unseren Truppen klar gemacht, dass wir hier sind, um die Afghanen zu schützen.»
Nach Angaben der afghanischen Regierung waren bei dem ISAF- Luftschlag am Sonntag in der Provinz Dai Kundi 27 Zivilisten getötet worden, darunter vier Frauen und ein Kind. «Ich habe mit Präsident Hamid Karzai gesprochen und mich bei ihm und dem afghanischen Volk entschuldigt», sagte der Kommandant der NATO-geführten ISAF in der Ansprache, die in die Landessprachen Dari und Paschtu übersetzt wurde.
Er verpflichte sich dazu, die Anstrengungen zu verstärken, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen, und spreche den Opfern und ihren Familien sein tiefstes Mitgefühl aus. (vin/sda)
Erstellt: 23.02.2010, 09:40 Uhr
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