Ausland

USA bringen Marines gegen China in Stellung

Aktualisiert am 18.11.2011 57 Kommentare

Die USA verstärken ihre Präsenz in Australien. Obama behauptet zwar, sein Land fürchte Peking nicht. Beobachter werten den Schritt aber als Zeichen der Besorgnis über ein zunehmend selbstbewussteres China.

«Ein Signal, dass die USA und Australien bei jeglicher Gefahr zusammenhalten»: Barack Obama und Julia Gillard in Canberra. (16. August 2011)

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US-Präsident Barack Obama und die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard gaben heute in Canberra ein neues Abkommen über die amerikanische Militärpräsenz auf dem fünften Kontinent bekannt. Bis Mitte 2012 würden bis zu 250 US-Marineinfanteristen in den Norden des Landes entsandt. In den kommenden Jahren soll die Zahl der US-Militärangehörigen dort auf insgesamt 2500 steigen.

Beobachter werteten den Schritt als Zeichen der Besorgnis in der Region über ein zunehmend robusteres Auftreten Chinas. Obama betonte, die USA fürchteten China nicht. Auch wolle Washington das Land nicht von seinen Wirtschaftsbündnissen im asiatisch-pazifischen Raum ausschliessen. Doch erwarteten die USA, dass China die Verpflichtungen anerkenne, die es mit sich bringe, eine Weltmacht zu sein.

Sicherheitsarchitektur bewahren

Die Entsendung von US-Soldaten nach Australien sei wichtig, denn sie zeige den Partnern in Asien, dass «wir die nötige Präsenz haben, um die Sicherheitsarchitektur in der Region zu bewahren», sagte Obama. Vertreter beider Seiten haben betont, dass die Vereinbarung keine dauerhafte US-Präsenz oder einen Militärstützpunkt in Australien schaffe. Ziel sei ein Signal, dass die USA und Australien im Angesicht jeglicher Gefahr zusammenhielten, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta.

Gillard erklärte, der Schritt werde die Zusammenarbeit beider Länder in der Region stärken. Obama hält sich derzeit zu einem Besuch in Australien auf, den er zuvor zweimal aus innenpolitischen Gründen verschoben hatte. Geplant sind unter anderem eine Rede des US-Präsidenten vor dem Parlament in Canberra und ein Abstecher nach Darwin an der australischen Nordküste. Anschliessend fliegt Obama nach Indonesien, wo er am Sicherheitsgipfel des Verbandes Südostasiatischer Staaten (Asean) teilnehmen will. (rub/dapd)

Erstellt: 16.11.2011, 12:07 Uhr

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57 Kommentare

Goran Nikolov

16.11.2011, 13:03 Uhr
Melden 42 Empfehlung

250 Marine Infanteristen....
ich bin überzeugt das China nach solch einer "Machtdemonstration" (250 Marines) ihre Aussenpolitik neu überdenken wird... ; )
Antworten


Rolf Iseli

16.11.2011, 12:40 Uhr
Melden 38 Empfehlung

Heisst "Verpflichtung als Weltmacht anerkennen" Den Rest der Welt in ein finanzielles Desaster zu führen ? Ja, dann hat China einiges aufzuholen. Antworten



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