USA und China: Beim Klimaschutz weiter vage

Auch knapp drei Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen haben die USA und China nur wenig mehr zu bieten als gut klingende Absichtserklärungen.

Die beiden Länder mit dem grössten CO2 auf der Welt wollen sich zwar für ein verbindliches Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase einsetzen, wie US-Präsident Barack Obama am Dienstag in Peking nach einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao erklärte. Konkrete Einzelheiten blieben beide aber schuldig.

Bei dem Treffen in Kopenhagen im nächsten Monat müsse eine Einigung erzielt werden, die unmittelbare Auswirkungen habe, erklärte Obama. Es dürfe nicht nur eine politische Absichtserklärung geben. Ziel müsse ein Abkommen sein, das die Welt vereine, erklärte Obama. Hu sagte, China werde dazu beitragen – aber nur im Rahmen seiner Möglichkeiten. Beide Staaten wollten ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz und in Umweltfragen ausbauen.

Aber auch darüber hinaus gab es beim ersten Besuch Obamas in China viel Gesprächsbedarf. «Die Beziehung zischen unseren beiden Ländern geht weit über irgendein Einzelthema hinaus», erklärte Obama. Der US-Präsident betonte, dass der Erfolg des einen Landes nicht auf Kosten des anderen kommen müsse. In Bezug auf die Wirtschaftspolitik wurden strittige Themen wie Protektionismus nur allgemein angesprochen. (raa/ap)

Erstellt: 17.11.2009, 19:45 Uhr

Meistgelesen in der Rubrik Ausland

24 Stunden in Bildern

Die Top-Themen im

Neu: Alle Dossiers auf einen Blick

Serie «Die Euro-Krise»




© Tamedia AG 2010 Alle Rechte vorbehalten