USA und Nordkorea überwinden ihr Schweigen
Artikel zum Thema
Um Pyongyang zur Rückkehr zu den Sechs-Länder-Gesprächen über sein Atomprogramm zu bewegen, sei man auch auf ein bilaterales Treffen vorbereitet, heisst es aus dem amerikanischen Aussenministerium.
Das Ziel einer solchen bilateralen Begegnung werde es sein, Nordkorea «zu ermutigen, zum Sechs-Parteien-Prozess zurückzukehren» und «positive Schritte hin zu einer Denuklearisierung» zu unternehmen, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Philip Crowley, in Washington.
Bisher strikt ausgeschlossen
Konkret ist das Vorhaben noch nicht. Wann und wo man sich treffen werde, sei noch nicht entschieden. Die USA hätten lediglich den Entscheid getroffen, zu sagen, «dass wir auf bilaterale Gespräche vorbereitet sind», sagte Crowley.
Bisher hatte die US-Regierung direkte Verhandlungen mit Nordkorea ausgeschlossen, solange das Land nicht im Atomstreit einlenkt und auf sein Nuklearprogramm verzichtet.
Nordkorea hatte Gespräche verlassen
Südkorea sagte dem US-Vorhaben Unterstützung zu. Es sei die Position der südkoreanischen Regierung, sich bilateralen Gesprächen seines Bündnispartners mit Pyongyang nicht zu widersetzen, solange diese die atomare Abrüstung Nordkoreas und den Gespräche in der Sechsergruppe weiterbringen würden, teilte am Samstag der Sprecher des Aussenministeriums in Seoul, Moon Tae Young, mit.
Nordkorea hatte die Sechs-Parteien-Gespräche zur Beendigung seines Atomprogramms im April verlassen, nachdem es vom Uno-Sicherheitsrat wegen seiner Atom- und Raketentests verurteilt worden war. An den Gesprächen nahmen neben Nordkorea und den USA auch Südkorea, Japan, Russland und China teil.
Clinton ebnete den Weg
Pyongyang hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach positive Signale in Richtung Washington gesandt und auch Präsident Barack Obamas Nordkorea-Beauftragten Stephen Bosworth zu einem Besuch eingeladen.
Im vergangenen Monat hatten nordkoreanische Diplomaten bei einem Treffen mit dem Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexiko, Bill Richardson, in Santa Fee bereits ihre Bereitschaft zu direkten Gesprächen bekundet.
Anfang August hatte Ex-Präsident Bill Clinton bei einem Besuch in Pyongyang die Freilassung zweier in Nordkorea inhaftierter US- Journalistinnen erreicht. Bei der von der US-Regierung als privat bezeichneten Reise war Clinton auch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il zusammengetroffen. (oku/sda)
Erstellt: 12.09.2009, 21:36 Uhr









Die Welt in Bildern















