Ausland

USA werfen Nordkorea «inakzeptable Provokation» vor

Aktualisiert am 26.05.2010

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat sich in Seoul für eine «entschlossene» internationale Reaktion in der Koreakrise ausgesprochen.

Will die internationale Gemeinschaft in die Pflicht nehmen: Hillary Clinton bei ihrer Ankunft in Seoul.

Will die internationale Gemeinschaft in die Pflicht nehmen: Hillary Clinton bei ihrer Ankunft in Seoul.

Der Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs im März sei eine «inakzeptable Provokation» vonseiten Nordkoreas, sagte Clinton am Mittwoch. Jetzt müsse die internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortung gerecht werden und darauf antworten. Vor ihren Gesprächen in Südkorea hatte die US-Aussenministerin mit der chinesischen Regierung über die Lage beraten.

Der Untergang der «Cheonan» erfordere «eine entschlossene, aber ausgewogene Antwort», sagte Clinton. Wie diese aussehen solle, sei Gegenstand von Beratungen der USA mit Südkorea und Mitgliedern des Weltsicherheitsrats. Washington werde die Entscheidung der südkoreanischen Regierung «respektieren und unterstützen».

Südkoreanische Blockade

Südkorea hat bereits am Dienstag mehrere Strafmassnahmen eingeleitet - von der Wiederaufnahme von Propagandasendungen bis zur Blockade von Frachtschiffen aus Nordkorea. Nordkorea hat gewarnt, dass solche Vergeltungsmassnahmen zu einem Krieg führen würden.

Die nordkoreanischen Streitkräfte drohten am Mittwoch damit, die Grenze für Arbeiter und Fahrzeuge aus Südkorea zu sperren. Der Grenzübergang für Südkoreaner zu ihren Arbeitsplätzen in der gemeinsamen Sonderwirtschaftszone Kaesong im Norden verlief aber zunächst ungehindert, wie das Vereinigungsministerium in Seoul mitteilte. Auch Südkorea hat Kaesong bislang von seinen Strafmassnahmen ausgeschlossen. (mt/ddp)

Erstellt: 26.05.2010, 09:09 Uhr

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