Unruhen in Kirgisien: Nun schalten sich die USA ein
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Die USA schicken einen hochrangigen Diplomaten nach Kirgisien, der sich dort nach der blutigen Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen ein Bild von der Lage machen soll. Bei den Unruhen sind nach offiziellen Angaben seit Donnerstag 176 Menschen gestorben.
Der für Süd- und Zentralasien zuständige Abteilungsleiter im US-Aussenministerium, Robert Blake, werde am Mittwoch zunächst in die usbekische Hauptstadt Taschkent reisen und von dort an die kirgisische Grenze, teilte der Sprecher des Aussenministeriums, Philip Crowley, mit.
Ausweitung der humanitären Hilfe
Am Freitag werde Blake im Auftrag von Aussenministerin Hillary Clinton mit Vertretern der Übergangsregierung in Bischkek zu Gesprächen zusammenkommen, hiess es weiter. Der Diplomat soll sich unter anderem einen Überblick verschaffen, welche Art von Hilfe die Menschen in dem zentralasiatischen Land benötigen. Bislang habe die US-Regierung medizinisches Gerät oder Kleidung im Wert von fast einer Million Dollar bereitgestellt, sagte der Ministeriumssprecher.
Über eine Ausweitung der humanitären Hilfe seien die USA mit den Vereinten Nationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Gespräch. Bei den Unruhen im Süden der ehemaligen Sowjetrepublik sind nach Einschätzung des IKRK «mehrere Hundert» Menschen ums Leben gekommen. Die offiziellen Zahlen gehen von 176 Toten aus. (jak/sda)
Erstellt: 16.06.2010, 07:17 Uhr
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