Ausland

Video von CIA-Attentäter aufgetaucht

Aktualisiert am 09.01.2010

Der Selbstmordattentäter, der sich auf einer US-Geheimdienstbasis in Afghanistan in die Luft sprengte, hat sich vorher in einem Video geäussert.

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf CIA-Agenten in Afghanistan ist ein Video aufgetaucht, das den Selbstmordattentäter zusammen mit dem pakistanischen Anführer der Taliban zeigen soll.

Humam Chalil Abu Mulal al-Balawi habe alle ihm bekannten Informationen über die jordanischen und US-Geheimdienste an die Aufständischen weitergereicht, berichtete der pakistanische Sender AAJ und strahlte ein Video aus, das Balawi im Gespräch mit dem pakistanischen Taliban-Anführer Hakimullah Mehsud zeigen soll.

Auch der arabische Fernsehsender al-Jazeera zeigte heute Aufnahmen, auf denen Balawi schwört, Rache für den Tod des pakistanischen Extremistenführers Baitullah Mehsud zu üben.

«Wir werden das Blut unseres Emirs Baitullah Mehsud niemals vergessen, wir werden innerhalb Amerikas und ausserhalb immer Rache für ihn fordern», erklärte der spätere Selbstmordattentäter.

Mehrere Millionen Dollar angeboten

Wie AAJ weiter berichtete, wurden Balawi mehrere Millionen Dollar von jordanischen und US-Geheimdiensten angeboten, um die Aufständischen in Afghanistan auszuspionieren. Dieser habe das aber abgelehnt und sich den Extremisten angeschlossen.

Der 36-jährige Selbstmordattentäter hatte sich am 30. Dezember auf einer US-Geheimdienstbasis in der ostafghanischen Provinz Chost in die Luft gesprengt und dabei acht Menschen mit in den Tod gerissen, darunter sieben Agenten des amerikanischen Geheimdienstes CIA.

Al-Balawi soll ein vom jordanischen Geheimdienst angeheuerter Doppelagent gewesen sein, von dem man sich Informationen über Al- Kaida-Extremisten erhofft hatte.

Rache für getöteten Taliban-Führer

Al-Balawi sagt, es sei allen Gotteskriegern, die unter Baitullah Mehsud Zuflucht gefunden hätten, eine Verpflichtung, dessen Tod in und ausserhalb der USA zu rächen. Baitullah Mehsud, oberster Anführer der Taliban in Pakistan, war im August vergangenen Jahres bei einem US-Raketenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden. (bru/sda)

Erstellt: 09.01.2010, 14:34 Uhr

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