Warum sich China mit Obama keine Mühe gab
Aktualisiert am 20.11.2009 31 Kommentare
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Studentenführer vor Gericht
Einen Tag nach der Abreise von US-Präsident Barack Obama ist einer der Anführer der Studentenproteste von 1989 in China vor Gericht gestellt worden. Dem 42-jährigen Zhou Yongjun werde Betrug vorgeworfen, sagte der Anwalt des Angeklagten am Donnerstag.
Die Vorwürfe seien haltlos, fügte er hinzu. Der Anwalt rechnete mit einer Haftstrafe von zehn Jahren oder mehr. Wann das Gericht in Zhous Heimatstadt Suining in der südwestlichen Provinz Sichuan das Urteil fallen werde, konnte der Anwalt nicht sagen.
Zhou war einer der Anführer der Proteste auf dem Tiananmen-Platz in Peking, die im Juni 1989 niedergeschlagen wurden. Er wurde nach Angaben von Menschenrechtsgruppen vor gut einem Jahr festgenommen, als er nach mehr als 15 Jahren in den USA nach China zurückkehrte, um seine Familie zu besuchen.
Obama hatte bei seinem viertägigen Chinabesuch wiederholt die Hoffnung auf mehr Achtung der Menschenrechte zum Ausdruck gebracht. Allerdings sprach er zumindest in seinen öffentlichen Äusserungen keine konkreten Fälle an. Im Fall Zhou haben die USA kaum eine formale Handhabe, da dieser die amerikanische Staatsangehörigkeit nicht besitzt.
Seit seinem Amtsantritt wirbt US-Präsident Barack Obama mit inspirierenden Reden und Auftritten für eine neue Welt des Friedens. Die achttägige Asienreise hat nun besonders deutlich gezeigt, dass Obamas Worte auf internationaler Bühne bisher kaum etwas bewirken konnten.
Besonders die aufsteigende Grossmacht China demonstrierte neues Selbstbewusstsein und sieht kaum Anlass, bei den wichtigen globalen Themen die Sichtweisen und Strategien der USA zu teilen. Obama musste feststellen, dass es kaum so etwas wie Furcht vor der Führungsmacht der freien Welt gibt.
Chinas Präsident Hu Jintao liess wie schon so oft vor dem Staatsbesuch Dissidenten und Oppositionelle verhaften oder einsperren, verhinderte eine landesweite TV-Übertragung des Treffens Obamas mit Studenten und gab sich bei keinem Thema sonderliche Mühe, den Amerikanern entgegenzukommen.
Obama habe zu spüren bekommen, wie der Westen und vor allem die USA an globaler Dominanz verloren hätten, schrieb der Kommentator des «Christian Science Monitor». Man schere sich vielerorts nicht mehr so sehr um Kritik und Werte des Westens.
Wendepunkt in Peking
Auch die «New York Times» sah in Obamas Peking-Visite einen «historischen Wendepunkt»: Erstmals seien sich China und die USA als ebenbürtige Partner begegnet. Das habe «gravierende Folgen» für alle brisanten Weltthemen.
Weder werde es keine Gemeinsamkeit gegenüber dem Iran und Nordkorea geben, sollten die USA Härte demonstrieren wollen - noch dürften grosse Fortschritte beim Klimaschutz erwartet werden, bei denen China mitspiele. Und von universellen Menschen- und Bürgerrechten wollten Chinas Machthaber schon gar nichts wissen, heisst es.
In der Aussenpolitik «gibt es nicht unmittelbare Belohnungen», versuchte Obama-Berater David Axelrod das Ausbleiben jeglicher Ergebnisse der Reise zu rechtfertigen. Man habe «Fortschritte bei den wichtigen Themen erzielt».
Zunehmend unter Zugzwang
Zweifel scheinen angebracht, zumal Obama in wachsendem Masse in Zugzwang gerät: Er selbst betont, dass die Hinhaltetaktik mit Teheran und Pyongyang nicht lange hingenommen werden könne. In Afghanistan muss Obama handeln, Alternativen zur Entsendung von mehr Truppen scheint er kaum zu haben, Hilfe von anderen darf er nicht erwarten.
Mitten in die Asienreise platzte die Nachricht vom neuen israelischen Siedlungsbau. Das Weisse Haus reagierte für seine Verhältnisse fast zornig, aber Israel hatte demonstriert, dass es sich auch von Obama nichts vorschreiben lassen will.
Friedensnobelpreisträger Obama kehrt mit fast leeren Händen aus Asien zurück. Aber er muss in Kürze Weichen mit gravierenden Folgen stellen: Welche Politik bleibt Washington, wenn weder Teheran noch Pyongyang auf gute Worte oder ein paar Sanktionen reagieren?
Welche Möglichkeiten hat Obama in Nahost, das schon jetzt drohende Scheitern seiner Friedensinitiative zu verhindern? Wie lässt sich die erst im Frühjahr verkündete «neue Strategie» in Afghanistan verändern, damit die USA nicht wieder in ein zweites Vietnam schlittern? Der erste schwarze Präsident der US-Geschichte wird recht bald Flagge zeigen müssen. (sam/sda)
Erstellt: 20.11.2009, 15:14 Uhr
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31 KOMMENTARE
Es ist kein Wunder dass man ein Land nicht mehr ernst nimmt das 8 Jahre lang von einem Clown regiert wurde. Vielleicht sieht es später besser aus, falls Obama es schafft die USA trotz dem Widerstand der Republikaner wieder zu alter Stärke zu bringen.
Schöne Zukunft. Die Staaten in der zweiten und dritten Welt beuten ihre eigenen Bürger seit Jahrzehnten aus um an die Macht zu kommen. Ich finde überhaupt nicht, dass China auf Augenhöhe mit den USA ist, China ist ein Land das modernen Sklaventum unter dem Deckmantel ihrer Kultur betreibt. Die Chinesen können von uns und von Obama noch viel lernen über Nachhaltigkeit und Würde etc...
Obama bringts einfach nicht. Er ist nicht respektiert. Weder bei der eigenen Bevölkerung noch bei den anderen Regierungschefs. Ein Drama ist auch seine Aussenministerin, die sich offensichtlich nicht wohl fühlt in ihrem Amt. In den USA kann jeder Schönredner Präsident werden, auf Sozialkompetenz, Durchsetzungsvermögen und Erfahrung kommt es nicht mehr an.
Der Westen sollte endlich erkennen, dass China eine Wirtschafts und somit auch Weltmacht ist und sein wird. Das Diktat wird in Zukunft nicht aus dem Westen kommen, sondern aus dem Osten. Man sollte nur mal das wirtschaftliche und politische Engagement in Afrika und Südamerika anschauen. Die Chinesen haben einen ausgesprochenen Nationalstolz, so wird es auch nicht zu inneren Spannungen kommen.
Obama versucht sein Land aus dem Bushdreck zu ziehen. Er versucht es mit Anstand und Würde, aber in einer Welt in der diese Werte als Schwäche ausgelegt werden ist er verdammt zu scheitern. Leider haben um die 50% der Amerikaner die Zeichen der Zeit nicht verstanden und legen Obama zusätzlich noch Felsblöcke in den Weg. Diese Dummheit nutzen natürlich andere Nationen schamlos aus. Wo steht Europa?
Ich glaube mittlerweilen, dass Obama nicht nur "alter Wein in neuen Schläuchen" ist, dass er es ernst meint damit, die Welt ein bisschen besser machen zu wollen. Allerdings haben sich seine Vorgänger während Dekaden mit Ignoranz und Arroganz der restlichen Welt gegenüber viele Feinde gemacht, und das eigene Land in den Abgrund gerissen. Das lässt sich so schnell nicht drehen. Gebt dem Mann Zeit!
China mit Obama, ist China keine Mühe wert. Das war anzunehmen. Es gibt auf dieser Welt viele Mentalitäten und das vergessen die Amerikaner immer wieder. Sich stärker zu fühlen als man ist, ist eine Schwäche. Wer sich selber überschätzt ist immer auf der verliere Seite so einfach ist die Regel. Man kann nicht Lehrer sein ohne die nötigen Kenntnisse. Asiaten haben eine andere Art habe Erfahrung.
Amerika gilt laut einer Studie als eines der agressivsten Länder. In FOX TV sagte kürzlich ein Geitlicher, dort schlicht FATHER genannt, dass ..'die USA das Land sei, welches die Welt verändere' - welch eine Überheblichkeit! Die Frage blieb unbeantwortet, ob er dies in positiver oder negativer Art und Weise verstanden haben wissen wollte.
das sind die konsequenzen von acht jahren grobfahrlaessiger aussenpolitik. es ist immer schwerer den stall auszumisten als ihn mit mist einzukleckern. natuerlich werden die repuplikaner ihm alle schuld zuweissen, da diese partei kein kurzzeitgedaechniss hat.
Die USA haben schon unter Obamas Vorgängern mit ihren Staatsschulden finanziert durch die Chinesen und ihren Billigimporten aus China den grössten Beitrag zum Aufstieg von China zur Grossmacht geleistet. Aber auch wir tragen mit unserem Konsum von Waren Made in China wacker dazu bei. Da waren die klaren Worte von Ruth Dreifuss an den chinesische Parteichef Jiang Zemin im Jahre 1999 doch wohltuend.
Bei allem, was Obama bisher gebracht hatte, hatte man einfach zu hohe Ansprüche und Erwartungen. Ausserdem ist Nordkorea und Iran ein Problem für die ganze Welt und nicht nur für die USA respektive Obama. Wer sagt denn, dass die USA sich um alle Probleme kümmern muss. Europa ist genauso im Zugzwang und sollte auch einmal Flagge zeigen, als nur Protestnoten zu verfassen.
Alle die noch vor einem Jahr Obama als Messias bejubelten werden mit Schrecken feststellen, dass der Hochgejubelte auch keine Wunder vollbringen kann. Zu sehr ist auch er internationalen Sachzwängen und Poblemen unterworfen zu deren Lösungen er auf die Mitarbeit und das Wohlwollen anderer Staaten angewiesen ist. Langsam kehrt auf der int.Politbühne der triste Alltag wieder ein.
Israel bekommt von den USA Militärhilfe in Millardenhöhe, was es erpressbar macht. Yitzshak Shamir wurde abgewählt, weil Washington einmal die Hilfe strich. Gebenüber China ist die USA wirtschaflich abhängig. Vielleicht nicht absolut, aber psychologisch, weil die USA selbstverschuldet in der Tinte ist. Jedoch bleiben Taiwan, Südkorea und Japan, um China zu ärgern.
Israel bekommt von den USA Militärhilfe in Millardenhöhe, was es erpressbar macht. Yitzshak Shamir wurde abgewählt, weil Washington einmal die Hilfe strich. Gebenüber China ist die USA wirtschaflich abhängig. Vielleicht nicht absolut, aber psychologisch, weil die USA selbstverschuldet in der Tinte ist. Jedoch bleiben Taiwan, Südkorea und Japan, um China zu ärgern.
Die USA müssten nun einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass die Welt nicht mehr gewillt ist, einfach nur nach ihrer Nase zu tanzen. Auch hier in Asien macht man sich darüber Gedanken und erwägt auch, dem EURO mehr Beachtung zu schenken. Russland, China, Indien, Brasilien - die BRIC Staaten also, zeigen auf, wie's nach oben geht. Veränderte Kräfteverhältnisse - mehr Unabhängigkeit.
So krude wie es vielleicht klingen mag, der Grund für den amerikanischen Machtverlust ist die Schwäche, keine Offensivkriege mehr führen zu können. Als Gesellschaft mit ebenfalls kleiner Geburtenrate, haben die USA nicht genug "Personal" für Kriege. Die Soldaten sind oft die einzigen Söhne von Familien, die Amerikaner haben genug von den vielen toten Soldaten.
Leser mit antiamerikanischen Reflexen mögen es mit Genugtuung oder Schadenfreude zur Kenntnis nehmen, dass die Macht der Grossmacht offenbar nicht (mehr) so gross ist, wie viele noch meinen. Wir Europäer werden es noch früh genug erleben, wie sich diese Welt verändern wird, wenn Länder wie China, Iran, Nordkorea und Russland vor den USA und damit vor dem Westen keinen Respekt mehr haben.
Ist es so oder kommt nur mir das so vor? wird Obama bald nur noch als netter FamVater wahrgenommen?
Es ist leider zu befürchten, dass Obama kläglich scheitern wird. Diese Welt ist zu pervers für einen intelligenten Mann in Washington. Probleme werden immer komplexer, da sie wegen der Bombe nicht mehr kriegerisch "gelöst" werden können. Dies endet in einem angespannten Chaos aus allen möglichen Extremisten und überforderten Weltenbürgern.
Schönredner ist die korrekte Bezeichnung. Eloquent spricht er, aber ohne ausgewiesenen Trackrecord; nicht einmal als Senator. Wer dies vor einem Jahr vermutet hat, war als rückständig disqualifiziert worden. Mit Worten, "yes we can" hat noch noch keiner ein Land reformiert. Hoffen wir zumindest auf die amerikanische Bevölkerung ihr Haus in Ordnung zu bringen; mit harter Arbeit. Sie verdienten es.
Wann beginnt die Welt zu begreifen, dass sich Barack Obama nicht mit den herkömmlichen Massstäben messen lässt? Was ist schändlich dabei, dass sich China und die USA auf Augenhöhe begegnen? Obama ist unserem Denken voraus und wir werden erst in ein paar Jahren zu spüren bekommen, was er uns wirklich gebracht hat, falls wir nicht wieder in die alte Denkweise zurückfallen.
Es ist kaum zu glauben, aber die Medien kommen auch langsam zur Einsicht, dass unser guter President schoen reden (lesen) kann, aber sonst nichts dahinter ist. Fuer alle die weiter sahen als nur den Hass auf Bush und Obama's schoenes Laecheln mit leeren Worten, ist das keine Ueberraschung. Das tragische ist, dass dieser unfaehige, ueberforderte und arrogante President noch drei Jahre im Amt ist.
Im Prinzip wäre es ja einfach: Raus aus Afghanistan, raus aus Irak, und für die eigenen Leute zu Hause genug Brot backen. Aber nein, man muss überall den Fuss in die Türe schieben. Statt Dollars zu drucken, könnte man mal damit anfangen, Dollars zu verbrennen. Ich hoffe die Flagge, die Obama bald zeigen wird, ist nicht schwarz mit einem Totenkopf und zwei Knochen drauf... :(
Ist daran irgendetwas überraschend, dass Obama in China auf Eis läuft? China ist die neue Weltmacht, die die USA sehr bald ablösen wird. Und Obama tut im Interesse aller Erdenbürger gut daran, nicht auf Konfrontationskurs zu gehen. So wie wir die Vormachtstellung der USA in den letzten Jahrzehnten akzeptieren mussten, so müssen wir das sehr bald wohl mit China. Obama steht da nicht unter Zugzwang
Gerade das Verhalten von Israel beweist, dass die USA mehr und mehr an Macht verlieren, sie merken es nur nicht. Man will nicht Frieden man will Macht, so wie es die USA lange vorgespielt haben...... mfg ML
Obama ist zu Gute zu halten, dass er es immerhin versucht hat. Es ist auch fraglich, ob die Chinesen auf einen martialerischen US-Präsidenten nachgiebiger und weniger selbstbewusst reagiert hätten. Die Wurzel all der US-/West-Probleme liegt ja eh nicht bei Obama, sondern im blindwütigen materialistischen Rausch der neoliberalen letzten Jahrzehnte. Obama hat jetzt den undankbaren Aufräumjob.
Vielleicht fallen bald wiedermal ein paar Atombomben auf zivile Ziele, wenn die Clintongaengmarionette weiter so in der Welt herumdillettiert, statt seinen Kriegsgurgeln rechtzeitig zum Rueckzug zu blasen und sich um die Sicherheit sowie Menschen- und Buergerrechte im eigenen Land und bei seinen NochvasallInnen zu kuemmern....
Dass die Frage erst so spät gestellt wird, ist verwunderlich. Selbstverständlich ist Obama ein Schönreder - muss er als Präsident auch ein bisschen sein. Allerdings übertreibt es Obama schon ein bisschen. Fast überall wo es heisse Eisen gibt, scheitert Obama und kommt nicht vom Fleck (Guantanamo, Irak, Afghanistan, Iran, Konflikt Israel/Palästinenser, Schulden, Hunger, Arbeitslosigkeit, usw).
statt in der welt herumzureisen würde sich obama besser um sein eigenes land kümmern. china ist nicht mehr aufzuhalten. sie sind jetzt daran afrika zur kornkammer chinas umzufunktionieren. wir europäer haben das ja total verschlafen. in 20 jahren können wir dann pfüeti sagen. was in amerika bestens funktoniert sind die druckmaschinen des green. jeden tag bezahlen die ca 1.1 milliarden zinsen.
statt in der welt herumzureisen würde sich obama besser um sein eigenes land kümmern. china ist nicht mehr aufzuhalten. sie sind jetzt daran afrika zur kornkammer chinas umzufunktionieren. wir europäer haben das ja total verschlafen. in 20 jahren können wir dann pfüeti sagen. was in amerika bestens funktoniert sind die druckmaschinen des green. jeden tag bezahlen die ca 1.1 milliarden zinsen.
Nachdem sein Vorgänger 8 Jahre extrem destruktiv gewirkt hat, ist es vermessen, von Obama zu erwarten, dass er innert einem Jahr alles korrigieren kann. Man darf ihm ruhig noch eine Weile Kredit geben.
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