«Kim Jong-un ist noch schlimmer als sein Vater Kim Jong-il»

Lee Young-guk war Leibwächter von Kim Jong-il. Er verehrte den Diktator als gottgleiche Gestalt – bis er seine hungernden Eltern sah.

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Sie waren Leibwächter des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il, danach Häftling im berühmt-berüchtigten Lager Yodok, heute sind Sie Menschenrechtsaktivist. Wie schwierig ist es für Sie, über Ihre Gulag-Erfahrungen zu sprechen?
Das macht mich traurig und depressiv. Obwohl seit meiner Gefangenschaft im Yodok-Lager fast zwanzig Jahre vergangen sind, habe ich immer noch Albträume. Ich schlafe oft sehr schlecht, etwa drei, vier Stunden pro Nacht. Es kommt vor, dass ich im Schlaf spreche. Ich denke oft über die Folterer nach, die noch leben und nicht wissen, was sie angerichtet haben. Die schreckliche Zeit im Yodok-Lager wird mich bis zum Ende meines Leben belasten. Mir gehts nicht gut. Ich mag die Welt nicht. Es gibt wenig Schönes in meinem Leben. Aber es ist meine Pflicht, über meine Erfahrungen zu berichten. Die Welt muss wissen, welch ein Unrechtsregime in Nordkorea herrscht.

Bevor Sie vom Kim-Regime in den Gulag gesteckt wurden, hatten Sie Kim Jong-il als Leibwächter gedient. Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?
Die Herrscherfamilie hat ihre Leibwächter an den Hochschulen des Landes unter den besten Studenten rekrutiert. Das Selektionsverfahren erfolgte nach strengen Kriterien, und es dauerte ein ganzes Jahr. Die psychische Verfassung, der körperliche Zustand, die politische Gesinnung, der familiäre Hintergrund – ich wurde genauestens überprüft. Dann lernten wir den Umgang mit Waffen, wir trainierten verschiedene Kampfkünste. Dabei lernten wir, wie man mit der Hand oder dem Kopf Ziegelsteine zerschlägt. Ich war 17, 18 Jahre alt, als ich in Kim Jong-ils Leibgarde aufgenommen wurde. Kim Jong-il war damals der designierte Nachfolger seines Vaters Kim Il-sung.

Und die Gehirnwäsche?
Klar, die Gehirnwäsche spielte eine zentrale Rolle. Ich musste lernen, dass Kim Jong-il eine gottgleiche Gestalt ist. Mir wurde beigebracht, dass Kim Jong-il eine gütige und selbstlose Person ist, die sich unermüdlich für das Wohl des nordkoreanisches Volkes einsetzt. Und mir wurde die Überzeugung eingetrichtert, dass der einzige Sinn meines Lebens darin besteht, für Kim Jong-il da zu sein und ihn zu beschützen. Insgesamt elf Jahre diente ich Kim Jong-il. Ich war einer von 120 Leibwächtern der Herrscherfamilie.

Wie haben Sie Kim Jong-il in Erinnerung?
Kim Jong-il hatte zwei Gesichter. Einerseits konnte er freundlich und grosszügig sein zu Menschen, die er mochte und die ihm treu ergeben waren. Andererseits war er ausserordentlich brutal, wenn er Verrat witterte oder Ungehorsam feststellte. Kleinste Begebenheiten konnten ihn in Rage versetzen. Einen Leibwächter, der seinen Aschenbecher benutzte, liess er in einem Gefängnis verschwinden. Kim Jong-il sicherte sich die Loyalität in seinem persönlichen Umfeld, indem er Angst und Schrecken verbreitete. Selbst Minister und Berater flüchteten, wenn Kim Jong-il in der Nähe war.

«Geliebter Führer» und Exzentriker: Kim Jong-il, Nordkoreas Diktator von 1994 bis 2011.

Kim Jong-il wird ein ausgeprägter Hang zum Luxus und ein exzentrischer Lebensstil nachgesagt. Können Sie das bestätigen?
Ja. Kim Jong-il liess es sich sehr gut gehen, er importierte grossen Mengen an Luxusprodukten aus dem Westen oder aus Japan: Japanische Delikatessen, Cognac und Weine aus Frankreich, Mercedes-Limousinen, italienische Möbel und französisches Parfüm. Er begeisterte sich auch für amerikanische Actionfilme. Wenn er betrunken war, kam es vor, dass er mit seinem Mercedes herumraste. Kim Jong-il besass – über das ganze Land verteilt – 14 Ferienresorts mit riesigen Freizeitanlagen.

Wie sah es dort aus?
Kim Jong-il hatte verschiedene Swimmingpools, einige mit Meereswasser und andere mit Bergwasser. In einem riesengrossen Bassin mit künstlichen Wellen vergnügte er sich mit dem Surfbrett. Er war auch ein Waffennarr, und er ging gerne auf die Jagd. In seinen Ferienresorts hatte Kim Jong-il immer eine Gruppe von jungen Frauen um die 20 in der Nähe. Sie hatten die Aufgabe, ihn zu bedienen und zu unterhalten. Dazu gehörte auch das sexuelle Vergnügen. Die jungen Frauen wurden alle sechs Monate ausgewechselt. Weil ich fast immer in seiner Nähe war, bekam ich alles mit. Ich musste aber so tun, als hätte ich nichts gesehen. Als Leibwächter hatte ich zu schweigen.

Gab es in all den Jahren am Hof vom Kim Jong-il eine gefährliche Situation, in der Sie als Leibwächter tatsächlich eingreifen mussten?
Nein. Es gab derart viele Leibwächter und Sicherheitsvorkehrungen, dass Kim Jong-il nichts zu befürchten hatte. Als Leibwächter hatte ich ein angenehmes Leben, gutes Essen und gute Kleider, es fehlte mir an nichts. Es war ein Leben im goldenen Käfig.

Sie arbeiteten während elf Jahren als Leibwächter von Kim Jong-il. Warum wurden Sie aus dem Dienst entlassen?
Das Ende meiner Zeit als Leibwächter kam 1988. Damals engagierte Kim Jong-il einen meiner Cousins als persönlichen Fahrer. Doch zwei Verwandte in seiner Nähe – das war nicht erlaubt. Vermutlich dachte er, dass zwei Angestellte aus der selben Familie der Beginn einer Verschwörung sein könnte. Kim Jong-il war ein paranoider Herrscher. (Kim Jong-il kam 1994 nach dem Tod seines Vaters Kim Il-sung an die Macht. Der «Geliebte Führer» starb Ende 2011, Anm. d. Red.)

Wie haben Sie die Rückkehr in die normale Realität Nordkoreas erlebt?
Das war ein grosser Schock. Als ich nach über einem Jahrzehnt meine Eltern erstmals wieder sah, wirkten sie unterernährt und alt. Meine Eltern sahen aus wie 70-Jährige, obwohl sie erst um die 50 waren. Ich musste feststellen, dass die einfachen Menschen an Hunger litten und im Winter in den unbeheizten Wohnungen froren. In all den Jahren, in denen ich weg gewesen war, hatte es keine gesellschaftlichen Fortschritte gegeben. Ich fragte mich, was unsere Leader in dieser Zeit gemacht hatten. Ich realisierte, dass ich in einer Scheinwelt gelebt hatte. Und dass die Kim-Familie nichts fürs Volk gemacht hatte. Ich war wütend und verzweifelt, hatte genug von Nordkorea.

Und dann haben Sie versucht zu flüchten.
Ich hatte nach meiner Zeit als Leibwächter einen Beamtenjob in einer militärischen Einrichtung in der Provinz. Dennoch wollte ich nur noch weg. Als ehemaliger Leibwächter von Kim Jong-il hatte ich das Privileg, ins Ausland reisen zu dürfen. Also reiste ich nach China. In Peking wollte ich auf die südkoeranische Botschaft flüchten. Ich geriet aber an einen vermeintlichen Helfer, der mich an nordkoreanische Agenten verriet. Zurück in Nordkorea, bin ich in das Arbeitslager Yodok gesteckt worden. Dort verbrachte ich vier Jahre und sieben Monate. Als ich das Lager verliess, hatte ich die Hälfte meines Gewichts verloren. Ich wog noch 45 Kilo. Das war eine schreckliche Zeit.

«Mir gehts nicht gut. Aber es ist meine Pflicht, über meine Erfahrungen in Nordkorea zu berichten»: Lee Young-guk, Menschenrechtsaktivist im südkoreanischen Exil.

Yodok, wo politische Häftlinge inhaftiert werden, gilt als eines der schlimmsten Arbeitslager Nordkoreas. Was ist Ihnen dort widerfahren?
Wir Häftlinge mussten harte Zwangsarbeit leisten, etwa auf landwirtschaftlichen Feldern. Wir bekamen aber nicht genügend zu essen, nur etwas Mais oder Reis. Darum mussten wir Schlangen und Ratten einfangen, um zu überleben. Willkürliche, brutale Bestrafungen und öffentliche Hinrichtungen waren alltäglich. In der Anfangszeit dachte ich immer wieder an Selbstmord. Ich kam aber zum Schluss, dass ich nicht an diesem schrecklichen Ort sterben wollte. Das hat mir geholfen zu überleben.

Sie wurden auch gefoltert.
Ja, immer wieder. Die Folterer steckten meinen Kopf in eine schmutzige Toilette. Sie flössten mir mit Röhrchen Wasser in meine Nase ein – ich hatte das Gefühl, das mein Kopf explodieren würde. Sie stülpten einen Plastiksack über meinen Kopf und drückten diesen unter Wasser. Die Wärter misshandelten mich ausserdem mit Faustschlägen, Fusstritten und Stockhieben. (Lee Young-guk zieht seine Hosenbeine hoch und zeigt die Schienbeine, die von Narben und Dellen übersät sind, Anm. d. Red.) Das ist aber nichts im Vergleich zu den seelischen Verletzungen. Eigentlich war ich zu einer zehnjährigen Lagerstrafe verurteilt worden. Ich konnte das Yodok-Lager nach nicht mal fünf Jahren vorzeitig verlassen. Möglicherweise profitierte ich davon, dass einer meiner Cousins der persönliche Fahrer von Kim Jong-il war.

Wann unternahmen Sie den zweiten Fluchtversuch?
Zunächst dachte ich nicht an eine Flucht. Ich wollte nicht das Risiko eingehen, wieder erwischt und in ein Arbeitslager gesteckt zu werden. Die Flucht war eine spontane Idee gewesen, als ich zum wiederholten Male von Polizisten kontrolliert werden sollte. Als sich diese meinem Haus näherten, packte mich die Angst – die Angst, dass sie mich ohne Grund festnehmen. Mein Glück war, dass ich in der Nähe der chinesischen Grenze lebte. Ich rannte und rannte, und ich erreichte einen Fluss. Dann sprang ich ins Wasser – mit dem Ziel, auf die andere Seite zu schwimmen. Ein paar Polizisten schossen auf mich. Dennoch erreichte ich unverletzt das andere Ufer: Ich war in China angekommen. Diesmal gelang mir, auf einem Frachter, die Flucht nach Südkorea. Das war vor 16 Jahren.

Wie erlebten Sie die ersten Jahre im südkoeranischen Exil?
In Südkorea musste ich mich zunächst psychologisch behandeln lassen. Dann verfasste ich ein Buch über meine Erfahrungen in Nordkorea. Das Buch erschien unter dem Titel «Ich war Bodyguard von Kim Jong-il». Ich heiratete und wurde Vater eines Sohnes, der heute im Teenageralter ist. Danach betrieb ich während mehrerer Jahre eine Entenfarm, allerdings mit bescheidenem Erfolg. Seit ein paar Jahren engagiere ich mich als Menschenrechtsaktivist einer Nichtregierungsorganisation in Seoul. Ich leiste Aufklärungsarbeit. Ich helfe aber auch Landsleuten, die aus Nordkorea geflüchtet sind.

Als Menschenrechtsaktivist und Dissident gelten Sie als Staatsfeind Nordkoreas. Haben Sie Angst vor der Rache nordkoreanischer Agenten?
Ich bekomme regelmässig Drohungen, es wird mir sogar mit dem Tod gedroht. Mein Handy und mein Computer werden gehackt. Ich werde verfolgt und beobachtet. Es ist gut möglich, dass wir in diesem Moment, in dem wir miteinander sprechen, von nordkoreanischen Agenten beobachtet werden. Trotz Drohungen lasse ich mir mein Leben nicht von der Angst diktieren. Ich denke nicht darüber, sonst könnte ich meine Arbeit als Menschenrechtsaktivist nicht machen. Ich reise viel um die Welt, um meine Geschichte zu erzählen.

Ein launischer Diktator mit Hang zu Grausamkeiten: Nordkoreas Herrscher Kim Jong-un.

Seit vier Jahren ist Kim Jong-un der Herrscher von Nordkorea. Der dritte und jüngste Sohn von Kim Jong-il lässt sich als «Grosser Führer» feiern, und er provoziert die Welt mit Atomwaffentests. Welchen Eindruck macht er auf Sie?
Kim Jong-un ist jung und unerfahren, auch darum nicht geeignet für das Amt. Er hatte nicht wie sein Vater zehn Jahre Zeit, um sich auf die Aufgabe als Führer Nordkoreas vorzubereiten. Eigentlich wäre sein ältester Bruder, Kim Jong-nam, als Nachfolger von Kim Jong-il vorgesehen gewesen. Kim Jong-nam fiel aber in Ungnade, er setzte sich nach Macao ab und lebt heute in Japan. Kim Jong-un lässt sich von Launen und Emotionen leiten. Er ist aber nicht nur unberechenbar, sondern auch grausam. Kim Jong-un ist noch schlimmer als sein Vater Kim Jong-il. Kim Jong-un hat vor zwei Jahren sogar seinen Onkel Chang Song-taek, damals der zweitwichtigste Mann des Staates, hinrichten lassen. Ein solches Verbrechen hätte Kim Jong-il nie begangen.

Von Kim Jong-un heisst es, dass er als Jugendlicher ein paar Jahre in der Schweiz gelebt habe. Er habe ein Internat im Kanton Bern besucht. Trifft das zu?
Diese Geschichte dürfte schon stimmen. Was ich weiss, ist, dass Kim Jong-un auch an der Universität Genf studiert hat, selbstverständlich unter einer falschen Identität.

Haben Sie Hoffnungen für Ihre alte Heimat Nordkorea?
Nein. Ich habe den Eindruck, dass die Kim-Dynastie mit jeder Generation schlimmer wird. Kim Jong-un hat in wenigen Jahren schon viele Menschen hinrichten lassen, auch Leute der Führungsebene. In Partei und Armee hat er darum bereits viele Feinde. Kim Jong-un setzt auf Angst und Schrecken, um sich an der Macht zu halten. Trotzdem, irgendwann wird Kim Jong-un umgebracht, dann bricht das Regime zusammen. Was dann kommt, ist unklar. Nordkorea ist weit davon entfernt, ein normaler Staat zu werden. Ein normales Nordkorea – das werde ich nicht mehr erleben.

(Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 14.03.2016, 07:11 Uhr)

Lee Young-guk war von 1977 bis 1988 Leibwächter des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il (1941-2011). Nach einem gescheiterten Fluchtversuch über China landete er 1994 in einem Arbeitslager für politische Häftlinge. Vier Jahre und sieben Monate verbrachte er im Yodok-Lager. Im Jahr 2000 gelang es ihm, nach Südkorea zu flüchten. 2002 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel «Ich war Bodyguard von Kim-Jong-il». Lee Young-guk arbeitete ein paar Jahre als Entenfarmer, bevor er zum Menschenrechtsaktivisten wurde. Er ist Gründer und Präsident des NK Information Center in Seoul. In Südkorea hat er eine eigene Familie gegründet, von seinen Familienangehörigen in Nordkorea hat er seit 2004 nichts mehr gehört. Der 55-jährige Ex-Bodyguard von Kim-Jong-il reist häufig um die Welt, um über sein Leben und das Schreckensregime in Nordkorea zu berichten. Kürzlich sprach er am Geneva Summit, einer Veranstaltung von UN Watch für Menschenrechte und Demokratie. Das Interview mit Lee Young-guk ist am Rande des Geneva Summits geführt worden. (vin)

Video

Rede von Lee Young-guk am Geneva Summit. (Quelle: Youtube/UN Watch)

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Südkorea bezeichnete die Ankündigung Kims als kopf- und gedankenlos. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon rief die Regierung in Pyongyang dazu auf, ihre destabilisierenden Aktionen zu beenden. Der jüngste nordkoreanische Atomtest fand am 6. Januar statt, gefolgt vom Start einer Langstreckenrakete am 7. Februar. Die Regierung in Pyongyang hat erklärt, der Raketenstart sei ein legitimer Teil seines Raumfahrtprogramms. Beide Tests verstiessen gegen UNO-Resolutionen. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte daraufhin die bislang schärfsten Sanktionen gegen das abgeschottete kommunistische Land. Die neuen Strafmassnahmen sehen unter anderem Kontrollen sämtlicher Frachtlieferungen von und nach Nordkorea vor.

Kim hat vor wenigen Tagen erneut mit einem präventiven Atomschlag gedroht. In Südkorea findet derzeit ein mehrwöchiges gemeinsames Manöver mit den USA statt. (vin/sda)

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Wie das Büro des Abgeordneten Joo Ho Young mitteilte, geht der Geheimdienst NIS von einer Verdoppelung der Attacken binnen eines Monats aus. Die genaue Zahl wurde aber nicht genannt. Der NIS beschuldigt Nordkorea auch, zwischen Ende Februar und Anfang März die Smartphones von 300 Experten für Aussen- und Sicherheitspolitik sowie des Militärs ins Visier genommen zu haben. 40 Geräte hätten die Hacker erfolgreich geknackt und Text- und Sprachnachrichten gestohlen.

Seoul bringt immer wieder solche Vorwürfe gegen die verfeindete kommunistische Regierung des Nordens vor. In den vergangenen Tagen hatten sich die Spannungen zwischen beiden Ländern wieder verschärft. Hintergrund ist der Streit über das nordkoreanische Atomprogramm und ein gross angelegtes Militärmanöver, das Südkorea jedes Jahr mit seinem Verbündeten USA abhält. (vin/dapd)

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