Ausland
«EU-Parlament wird jeden Tag wichtiger»
Mit gutem Beispiel voran: Manuel Barroso bei der Stimmabgabe in Lissabon. (Bild: Keystone)
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«Ich hätte gern, dass sich die Tendenz einer sinkenden Wahlbeteiligung umkehrt», sagte Manuel Barroso am Sonntag in einem Wahllokal in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. «Ich hoffe, dass die Leute wählen.» Der Kommissionspräsident hob hervor, dass das EU-Parlament «jeden Tag wichtiger» werde. Zugleich erinnerte er daran, dass in einigen der 27 EU-Mitgliedstaaten vor 20 Jahren noch keine freien Wahlen möglich waren.
14,8 Prozent der Stimmen bis Sonntagmittag
Barrosos Wunsch nach einer regeren Beteiligung schien zumindest in einzelnen EU-Mitgliedern in Erfüllung zu gehen. In Frankreich gingen voraussichtlich mehr Wählerinnen und Wähler an die Urne als noch vor fünf Jahren. Bis zum Sonntagmittag hatten 14,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 2004 waren es um diese Zeit erst 13,7 Prozent gewesen, wie das Innenministerium mitteilte. Experten hatten ursprünglich eine niedrigere Beteiligung als 2004 erwartet.
Auch in den drei nordeuropäischen EU-Ländern zeichnete sich eine leich höhere Beteiligung ab. Wie am Sonntagmittag übereinstimmend aus Dänemark, Finnland und Schweden berichtet wurde, lag die Zahl abgegebener Stimmen jeweils über derjenigen vor fünf Jahren. Grund war aber auch die höhere Zahl der bereits eingerechneten Briefstimmen. 2004 hatten sich in Dänemark 47,9 Prozent, in Finnland 39,4 Prozent und Schweden nur 37,9 Prozent an den Wahlen beteiligt.
Grösste Wahl der westlichen Welt
Seit Donnerstag sind 375 Millionen EU-Bürger zur Abstimmung über das neue Europaparlament aufgerufen. Damit ist dies die grösste Wahl in der westlichen Welt. Die grosse Schlussrunde findet heute Sonntag in 19 EU-Ländern statt. Erst nach Schliessung der italienischen Wahllokale um 22 Uhr werden in Brüssel die ersten EU-weiten Ergebnisse bekannt gegeben. (vin/sda)
Erstellt: 07.06.2009, 13:54 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




