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Europawahl: Irischer Regierungspartei droht Wahlschlappe

Aktualisiert am 05.06.2009

In Irland haben heute die Europawahlen begonnen. Das Votum über das künftige Europaparlament wird als Zwischenzeugnis für die konservative Regierung von Brian Cowen gewertet.

Seiner Partei Fianna Fáil droht laut Umfragen das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte: Irlands Premierminister Brian Cowen.

Seiner Partei Fianna Fáil droht laut Umfragen das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte: Irlands Premierminister Brian Cowen. (Bild: Keystone)

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Wegen eines für Herbst geplanten neuen Referendums zum Vertrag von Lissabon wird die Abstimmung auf der Insel europaweit mit grossem Interesse verfolgt.

Im Wahlkampf spielte das EU-Reformwerk, das bei einer ersten Volksbefragung durchgefallen war, allerdings kaum eine Rolle. Die von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelten Iren sehen die Europawahlen als Zwischenzeugnis für die konservative Regierung von Ministerpräsident Brian Cowen.

Innenpolitische Machtkämpfe in Tschechien

Seiner Partei Fianna Fáil droht laut Umfragen das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte. Am Nachmittag beginnen auch in Tschechien die Europawahlen. Dort steht der Urnengang im Zeichen innenpolitischer Machtkämpfe.

Seitdem die Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Mirek Topolanek mitten in der Prager EU-Ratspräsidentschaft zu Fall gebracht wurde, hofft die sozialdemokratische Opposition, wieder stärkste Kraft zu werden.

Hollands Rechtspopulisten erfolgreich

Am Donnerstag hatten bereits die Briten und Niederländer gewählt. Dabei konnten Hollands Rechtspopulisten einen Erfolg verbuchen. In Grossbritannien, wo sich die Regierungskrise im Zuge des Spesenskandals mit dem Rücktritt eines weiteren Ministers weiter verschärfte, wurden noch keine Ergebnisse veröffentlicht.

Offiziell dürfen diese erst nach Schliessung des EU-weit letzten Wahllokals am Sonntagabend (22 Uhr) bekannt gegeben werden. Die meisten Mitgliedstaaten wählen am Sonntag. Insgesamt sind in den 27 EU-Staaten rund 350 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. (mbr/sda)

Erstellt: 05.06.2009, 10:05 Uhr

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