100'000 wütende Iren überrennen Dublin

Während einfachen Staatsangestellten der Lohn gekürzt wird, erhielt der frühere Premier Bertie Ahern bei seinem Rücktritt 112'000 Euro Rentengeld. Die Iren sind wütend.

Quelle: Reuters.

Die Demonstration wurde vom irischen Gewerkschaftsbund veranstaltet. Vor wenigen Tagen hatte die Öffentlichkeit erfahren, dass der frühere Premier zusätzlich zu seinem Lohn 112'000 Euro Pensionsgelder bezog. Gleichzeitig sollen Lehrer, Krankenschwester und einfache Verwaltungsangestellte ab nächstem Monat Rentengelder einzahlen und erhalten ausserdem weniger Kindergeld.

Die Arbeiter und Angestellten prangerten den Umgang der Regierung mit der aktuellen Wirtschaftskrise an. Deren Auswirkungen würden nur die einfachen Leute zu spüren bekommen, während Politiker und Banker ungeschoren davon kämen, wie der «Herald» schreibt.

Irland verzeichnete bis vor kurzem noch das rasanteste Wirtschaftswachstum in Westeuropa. Seit Beginn der globalen Wirtschaftskrise im vergangenen Herbst ist das Land jedoch in eine tiefe Rezession gerutscht. (oku/ap)

Erstellt: 21.02.2009, 20:31 Uhr

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23 Kommentare

Dieter Wundrig

23.02.2009, 17:54 Uhr
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@ Peter Kummer-Sie machen mir wirklich Kummer,nicht die Personenfreizügigkeit ist an Irlands Dilemma Schuld.Es ist die Wirtschaft selbst,welche die Arbeitskräfte in´s Land geholt hat,kräftig profitiert und einen enormen Aufschwung hatte.So ist es in der Schweiz immer gewesen!Was haben Schweizer in den 20/30 iger Jahren gemacht, in Massen ausgewandert und jeweils einen Behinderten mitnehmen müssen Antworten


Andreas Moser

23.02.2009, 09:03 Uhr
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Absolventen ökonomischer Hochschulen sind verantwortlich für das weltweite Dilemma, denn in ihrer Ausbildung haben sie v.a. gelernt, wie man sich selbst am einfachsten bereichert. Globalen Zusammenhängen und ökonomischer Nachhaltigkeit werden auf Hochschulen keine grosse Bedeutung zugestanden. Statt Ökonomen bilden wir geldgierige Egoisten aus, deren Einkommen wie auch Ausbildung das Volk bezahlt. Antworten


Armin B Schweizer

23.02.2009, 08:31 Uhr
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@ D. Landwehr: In welcher Gewerkschaft? Es gibt nur noch im "sozialdemokratischen" oder gynokratisch-pseudochristlichen Lotterbett sich suhlende: Eine Haelfte des Einkommens fuer den Staat; die zweite Haelfte des Einkommens fuer sowohl in der Produktion als auch Reproduktion zu faule GynokratInnen, die dritte Haelfte fuer die Verhaetschelung von AuslaenderInnen im kommunsitischen Weltsozialamtswah Antworten


Fritz Nussbaumer

22.02.2009, 20:49 Uhr
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Da wird nach Revolution gerufen. Da werden Blut und Tränen gewünscht. Vielleicht versucht man einmal mittels Wahlen, Abstimmungen, Referenden und Initiativen in das politische, korrupte Räderwerk einzugreifen, anstatt weinerlich zu plären. Ja ich weiss, wären wir bei der EU würde uns die grosse Mutter-EU vor dem bösen Vater-USA schützen. Wie denn, wenn sie auswärts der Hurerei fröhnt? Antworten


Sollberger Stefan

22.02.2009, 20:46 Uhr
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Das als Irland kurz vor dem Bankrott steht erstaunt mich nicht. Ich habe selbst als Auslandschweizer eine zeitlang in Irland resp. Dublin gearbeitet. Das Problem ist wie in England auch dass keine Industrie mehr vorhanden ist, resp. kein Fundament der Wirtschaft, sondern nur noch Dienstleistungsfirmen und Hedge-Funds. Ein Vergleich mit der Schweiz ist nicht angebracht! Antworten


Ed. Wettstein

22.02.2009, 17:19 Uhr
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Sonja Züblin. du hast Recht, aber wir brauchen Blut und Tränen sonst lernen die dummen Schweizer nie. Die nächsten paar Monate wird hingegen einige aufwecken. Antworten


Daniel Landwehr

22.02.2009, 16:48 Uhr
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In Irland gehen die Leute wenigstens auf die Strasse und wehren sich. Der Schweizer pennt weiter und schimpft vor sich hin. Und ist noch immer in keiner Gewerkschaft. Antworten


Peter Meier

22.02.2009, 14:27 Uhr
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112'000 Euro, und da machen die Iren so ein Theater! Bei uns geht man weder bei 18 Mio, die ein gewisser Ospel als Jahreslohn einsteckte, noch bei 68 Milliarden, die sein Betrieb einkassierte, auf die Strasse. Immer diese Länder, die sich mit einer Revolution befreiten... Oder hatten wir auch einmal einen Michael Collins? Antworten


Thomas Müller

22.02.2009, 13:53 Uhr
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An Herrn Kummer: hier in Irland leben NICHT 500'000 "Fremde" - der Ausländeranteil ist bedeutend niedriger. Die grösste Gruppe von Nicht-Iren stellen ausserdem nicht die gefürchteten Osteuropäer, sondern die Engländer; und die kamen lange vor Einführung der Personenfreizügigkeit. Und zu guter Letzt: doch, im Moment verlassen eben Tausende von Ausländern Irland. Antworten


Bjour Dublin

22.02.2009, 13:35 Uhr
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Die (neue) Regierung versucht den nahenden Staatsbankrott abzuwenden, die Staatsangestellten haben immerhin einen halbwegs gesicherten Job auch wenn sie7% mehr Steuern für die Pensionskasse zahlen müssen, die anderen werden arbeitslos was ja nicht besser ist (400'000 seit Nov, bei 4.5M EW). Und Peter hat nicht recht, enorm viele der Gastarbeiter (die meisten aus Osteuropa), sind 'heim' gegangen. Antworten


Dieter Wundrak

22.02.2009, 13:25 Uhr
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Im Moment sind wir noch weit entfernt von Irland. Ich meine den Pleitegeier. Nur wie weit sind wir davon entfernt, das weiss ich natürlich auch nicht. Vielleicht könnte man Vasella einmal in Radio Basilisk oder Number 1 hören, wenn er schon die Ethikvorträge im Vatikanradio nicht halten darf. Ich hätte es einfach so gerne gewusst, um festzustellen, ob auch ich in der Ethik versagt habe Antworten


Peter Kummer

22.02.2009, 12:14 Uhr
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Zur Erinnerung: Irland hat vor Jahren die Personenfreizügigkeit eingeführt. Nun sind 500'000 Fremde im Land. Sie gehen aber nicht, sie bleiben in Irland. Dies wird auch in der Schweiz so sein. Antworten


jan houtsma

22.02.2009, 11:58 Uhr
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Wenn dann hierzulande bald die einnahmequelle aus hehlerei wegfällt (beihilfe bei steuerhinterziehung) dann wird es hier genau so. Denn viel anderes hat die Schweiz leider nicht zu bieten. Antworten


Sonja Züblin

22.02.2009, 11:51 Uhr
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Richtig, wir sollten die Partei des "Volkszorn" ausrufen, aber vielleicht bin ich noch etwas zu früh mit dieser Idee, denn viele Schweizer ahnen noch nicht, was in den nächsten Monaten auf sie zurast! Antworten


A Meyer

22.02.2009, 08:59 Uhr
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Bravo Iren! Vielleicht gibt es bald in ganz Europa eine Bewegung der Arbeitnehmer, die den Namen verdient. Trotz jahrzentelanger gegenteiliger Behauptung der Neo-Liberalen: von den Krumen, die von den Tischen der Grossbürger herunter fallen, lässt sich nicht leben. Antworten


Armin B Schweizer

22.02.2009, 08:02 Uhr
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Wie in der Schweiz, aber ohne (fast) endlose Schafsgeduld der entrechteten und enteigneten (Ex'-)Beamten! Antworten


Martin Lienert

22.02.2009, 06:40 Uhr
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Dasselbe passiert ja auch in der CH und allen anderen Laendern!!! Nur die Iren kaempfen !! Antworten


Stefan Weise

22.02.2009, 05:59 Uhr
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Die Schweizer sollten sich dringlichst ein Vorbild an den Iren nehmen, denn das ist bitter noetig, offensichtlich wissen sie immer noch nicht was fuer ein boesartig uebles Spiel mit Ihnen gespielt wird! Antworten


Sami Dibangu

21.02.2009, 22:40 Uhr
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und was machen die Schweizer? sie heulen weiter um das Bankgeheimnis! Antworten


Jack Meyer

21.02.2009, 22:28 Uhr
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Da rennt ja gar keiner... Antworten


gigi gallen

21.02.2009, 22:27 Uhr
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Bald beu uns !!! Antworten


K. H von Aesch

21.02.2009, 22:09 Uhr
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Mit den drastischen Sparmassnahmen versucht die Regierung den vor der Tuer stehenden Staatsbankrott zu verhindern. Irlands Wohlstand war nur aufgebaut auf Krediten und EU-Zuschuessen. Es wird noch einigen weiteren Laendern in der EU bald so gehen wie Irland heute. (Dass das Volk gegen die Sparmassnahmen protestiert zeigt leider auch, dass Wirtschafts- nicht mit Bildungsaufschwung einhergeht.) Antworten


John Falstaff

21.02.2009, 20:33 Uhr
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Ich bewundere die Iren. Wann zünden wir das Bundeshaus an und rauben Bankfilialen aus? Wäre langsam Zeit.... Antworten



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