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115 Flüchtlinge aus sinkendem Boot gerettet

Aktualisiert am 15.08.2009

Vor der Mittelmeerinsel Malta ist es beinahe zu einer Katastrophe mit einem Flüchtlingsboot gekommen. 81 Männer und 34 Frauen aus Somalia wären fast ertrunken.

Weg nach Europa: Die Insel Malta zwischen Tunesien und Sizilien.


Aus einem sinkenden Boot hat am Samstag die Marine von Malta 115 Flüchtlinge aus Afrika gerettet und auf die Mittelmeerinsel gebracht. Es ist der erste Fall von Bootsflüchtlingen in den Gewässern Maltas seit mehreren Wochen. Die 81 Männer und 34 Frauen seien rund 30 Kilometer südlich der Insel von Fischern entdeckt worden. Diese hätten sie der Marine gemeldet, teilten die maltesischen Behörden am Samstag mit. Drei Patrouillenboote hätten die Menschen letztlich in Sicherheit gebracht.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich nach deren eigenen Angaben um Somalier, die von Libyen aus die gefährliche Flucht auf dem Seeweg nach Europa angetreten hätten. Einige der Menschen waren seekrank, als sie aufgegriffen wurden.

In den letzten Wochen waren keine Fälle von Menschenhandel zwischen Afrika und Malta bekannt geworden. Ein Boot mit 84 Flüchtlingen war Anfang der Woche gesichtet und von der italienischen Marine zurückgeschickt worden. An Bord des Bootes wurde ein Baby geboren, das zusammen mit seiner Mutter in ein Spital auf Malta gebracht wurde. (vin/sda)

Erstellt: 15.08.2009, 21:58 Uhr

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