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14 Jahre nach Srebrenica nimmt Bosnien drei Expolizisten fest

Die bosnischen Behörden haben drei ehemalige bosnisch-serbische Polizisten wegen mutmasslicher Beteiligung am Massaker von Srebrenica festgenommen.

8000 Menschen verloren: Angehörige trauern an der Erinnerungsstätte bei Srebrenica.

8000 Menschen verloren: Angehörige trauern an der Erinnerungsstätte bei Srebrenica.
Bild: Keystone

Die Polizei in Bosnien-Herzegowina hat drei Expolizisten wegen des Verdachts auf Völkermord festgenommen. Den Männern im Alter von 43 bis 54 Jahren wird Völkermord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in Sarajevo am Donnerstag mitteilte. Die Verdächtigen wurden den Angaben zufolge am Mittwoch verhaftet. Ihre Wohnungen in Srebrenica und Bijeljina seien durchsucht worden.

Truppen der bosnischen Serben hatten 1995 während des Bosnien-Kriegs die Stadt Srebrenica überrannt und nahezu 8000 muslimische Männer und Jungen gefangengenommen und getötet. Vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag muss sich seit Montag der damalige Präsident der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, in elf Anklagepunkten wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges verantworten. Zu den Gräueltaten, die ihm zur Last gelegt werden, zählt auch das Massaker von Srebrenica. (oku/ap)

Erstellt: 29.10.2009, 16:35 Uhr

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