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20-jähriger Flüchtling stirbt im Hungerstreik

Aktualisiert am 14.09.2009

Nachdem die österreichischen Behörden ihn abschieben wollten, trat ein junger Inder in Hungerstreik. Jetzt ist er in Polizeigewahrsam gestorben.

Der Inder war am Montagmorgen gegen 7.15 Uhr zusammengebrochen. Mithäftlinge schlugen Alarm. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Knapp eine Stunde später wurde laut Polizei sein Tod offiziell festgestellt. Der junge Inder war laut Polizei 2006 illegal eingereist und hatte Asyl beantragt.

Dieses Gesuch sei 2009 rechtskräftig abgelehnt worden, der Bescheid sei mit der Ausweisung verbunden gewesen, hiess es. Der 20-Jährige soll daraufhin untergetaucht sein. Anfang August wurde er in Wien nach einem Verkehrsunfall festgenommen. Er kam in Abschiebehaft.

Vertreter der österreichischen Justizbehörden betonten der Nachrichtenagentur APA zufolge, der Inder sei regelmässig gesundheitlich untersucht worden, zuletzt am Sonntag. Dabei seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Innenministerin Maria Fekter bedauerte den Tod des 20-Jährigen. Zwangsernährung sei nicht angeordnet worden, da diese in Österreich nicht erlaubt sei, erklärte die Ministerin laut APA. Opposition und Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Flüchtlingspolitik der Regierung scharf. (oku/ap)

Erstellt: 14.09.2009, 22:59 Uhr

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