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Amnesty: Hamas liess eigene Leute foltern

Die radikalislamische Organisation hat nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) während des Gazakrieges 20 Palästinenser getötet und viele weitere gefoltert.

Einige der Opfer seien unter dem Vorwurf der Spionage für Israel festgenommen worden, erklärte AI heute. Sie wurden demnach umgebracht, nachdem sie aus dem Gefängnis von Gaza flüchteten, das bei israelischen Luftangriffen beschädigt wurde.

Bei weiteren Opfern handele es sich um ehemalige Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde oder Mitglieder der rivalisierenden Fatah, erklärte AI weiter. Etliche seien von bewaffneten Hamas-Mitgliedern oder Sicherheitsleuten aus ihren Häusern verschleppt und später tot aufgefunden worden. Die Hamas hat den Vorwurf einer systematischen Kampagne zurückgewiesen, aber eingeräumt, gegen mutmassliche Informanten vorgegangen zu sein. Sie hat im Juni 2007 die Kontrolle über das palästinensische Autonomiegebiet übernommen. (oku/ap/)

Erstellt: 10.02.2009, 19:36 Uhr

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