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Anschlag auf Mohammed-Karikaturist geplant

Aktualisiert am 27.10.2009

Laut der amerikanischen Staatsanwaltschaft haben zwei Männer Anschläge auf die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» geplant. Der Mann, der einst eine Karikatur des Propheten zeichnete, sollte sterben.

Hassfigur für Extremisten: Der Karikaturist Kurt Westergaard.

Hassfigur für Extremisten: Der Karikaturist Kurt Westergaard. (Bild: Keystone)

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Wegen geplanter Anschläge auf die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» müssen sich in den USA zwei Verdächtige vor Gericht verantworten. Die Zeitung hatte mit der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed im Jahr 2005 wütende Proteste in der muslimischen Welt ausgelöst.

Die Verdächtigen im Alter von 48 und 49 Jahren hätten Anschläge auf zwei Mitarbeiter des Blattes geplant, erklärte die Staatsanwaltschaft in Chicago am Dienstag. Der dänische Geheimdienst PET rechnet deswegen mit weiteren Festnahmen.

Die beiden Verdächtigen kennen sich nach laut Polizei von ihrer gemeinsamen Schulzeit in Pakistan. Der 49-Jährige, ein US-Bürger, reiste angeblich im Januar und Juli nach Dänemark, um mögliche Ziele für einen Terroranschlag auszumachen, darunter die Büros von «Jyllands-Posten in Kopenhagen und Aarhus. Er wurde am 3. Oktober am Flughafen Chicago O'Hare festgenommen. Der 48-Jährige, der ihm bei der Organisation geholfen haben soll, wurde am 18 Oktober in seiner Wohnung aufgegriffen.

Dänischer Geheimdienst wusste Bescheid

Der 49-Jährige gab nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Vernehmung an, dass zwei Mitarbeiter von «Jyllands-Posten» getötet werden sollten - ein ehemaliger Kulturredakteur des Blattes und der Zeichner Kurt Westergaard, von dem die Mohammed-Karikaturen stammen. Der Verdächtige wurde demnach ab 2006 von der Terrororganisation Lashkar-e-Taiba ausgebildet.

Der Leiter des dänischen Geheimdienstes PET, Jakob Scharf, erklärte auf einer Pressekonferenz, die geplanten Anschläge seien gemeinsam mit dem FBI verhindert worden. Die Ermittler hätten Aufnahmen möglicher Ziele beschlagnahmt, darunter auch der Kopenhagener Hauptbahnhof. Möglicherweise gebe es weitere Festnahmen in Dänemark und weiteren Ländern, sagte Scharf.

Die Zeitung «Jyllands-Posten» hatte 2005 insgesamt zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht. Eine davon zeigte den Propheten mit einem Turban in Form einer Bombe. (oku/ap)

Erstellt: 27.10.2009, 21:20 Uhr

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