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Auch Cameron fand dieses Video «abstossend»
Aktualisiert am 11.08.2011 50 Kommentare
«Ich dachte, London sei zivilisiert»: Mohammad Asyraf Haziq. (Bild: Reuters )
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Bei dem Mann handelt es sich um den 20 Jahre alten malaysischen Wirtschaftsstudenten Mohammad Asyraf Haziq. Er fuhr am Montag mit einem Freund mit dem Fahrrad zu einem gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan, wie ein anderer Freund, Dzuhair Hanafiah, erklärt. Er kenne auch die Einzelheiten des Vorfalls, sagt er. Zunächst habe eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen und Kindern Haziq umrundet. Erst hätten sie sich sein Fahrrad genommen, dann sein Mobiltelefon. Danach brachen sie ihm den Angaben des Freundes zufolge den Kiefer.
«Er erinnert sich daran, dass sein Mund voller Blut war», sagt Hanafiah, Mitglied einer malaysischen Studentenvereinigung in London. «Er wurde dort einfach zurückgelassen.»
Cameron sieht Beispiel für Verwahrlosung
Das Video des Überfalls verbreitete sich am Dienstag im Internet und wurde rasch zu einer der einprägsamsten Szenen der Ausschreitungen. So empörend waren die Bilder eines Raubüberfalls auf einen hilflosen Verletzten, dass sogar Premierminister David Cameron sie beschrieb und als Beispiel für eine moralische Verwahrlosung nannte.
«Teile unserer Gesellschaft sind nicht nur kaputt, sondern offen gesagt krank», erklärte Cameron am Mittwoch vor Journalisten. «Wenn wir die abstossenden Bilder von einem verletzten jungen Mann sehen, mit Leuten, die vorgeben, ihm zu helfen, während sie ihn ausrauben, dann ist klar, dass manche Dinge in unserer Gesellschaft schrecklich falsch laufen.»
Opfer will Studium fortsetzen
Hanafiah sagt, eine Frau habe Haziq schliesslich geholfen und ihn mit zu sich genommen. Dort habe sie über Facebook einen Freund des Verletzten kontaktiert und sei bei ihm geblieben, bis er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. «Sein Gesicht ist geschwollen, aber es geht ihm gut», sagt Hanafiah. «Er ist guter Stimmung.»
Obwohl er einen gebrochenen Kiefer hat und nicht sprechen kann, hat Haziq eines deutlich gemacht: Er will in Grossbritannien bleiben und sein Studium fortsetzen. Hanafiah sagt, sein Freund wolle sogar in Barking bleiben, wo es zu dem Überfall kam. Angebote, in andere teile Londons umzuziehen, habe er abgelehnt. «Er sagt 'Nein, ich liebe Barking immer noch. Was geschehen ist, ist geschehen'.» (Danica Kirka , dapd)
Erstellt: 11.08.2011, 17:42 Uhr
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Cameron hat Recht, manche Dinge in unserer Gesellschaft laufen schrecklich falsch. Das Verhalten der Plünderer ist wie das von Bankern, die vorgeben, der Volkswirtschaft Gutes tun zu wollen, sie aber hinterrücks ausplündern. "Nimm, was Du kriegen kannst, egal wie schwach und verletzt Dein Opfer auch ist." Das ist auch die Mentalität am Paradeplatz, an der Wall Street und in der Londoner City... Antworten
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