Ausland

Auch die neuen Airbus-Sensoren müssen unter die Lupe

Aktualisiert am 23.09.2009

Die Luftaufsicht der EU misstraut den ausgewechselten Geschwindigkeitsmessern von Airbus. Sie hat angeordnet, dass sie überprüft werden.

Schicken Geschwindigkeitsmessung ans Cockpit: Solche Sensoren unterschiedlicher Hersteller wie hier an einem A330 Jet Blue.

Schicken Geschwindigkeitsmessung ans Cockpit: Solche Sensoren unterschiedlicher Hersteller wie hier an einem A330 Jet Blue.
Bild: Keystone

Die EU-Luftaufsicht hat eine Überprüfung weiterer Sensoren zur Geschwindigkeitsmessung beim Airbus-Modell A330 angeordnet. Laut der Behörde gibt es Hinweise auf Probleme mit der Befestigung der Geräte, was zu falschen Geschwindigkeitsangaben führen könnte.

Die Kontrolle betreffe Produkte des US-Herstellers Goodrich, hiess es in einer Anweisung der Aufsicht vom Dienstag. Vor einigen Wochen hat die Behörde bereits den Gebrauch von Sensoren des französischen Konzerns Thales eingeschränkt. Daraufhin hat Airbus seinen Kunden den Einbau von Goodrich-Produkten empfohlen.

Sensoren als Mitursache des Absturzes verdächtigt

Die Messgeräte stehen im Verdacht, im Juni eine Rolle beim Absturz eines A330 der Air France vor der brasilianischen Küste gespielt zu haben. Bei dem Unglück kamen alle 228 Menschen an Bord ums Leben, unter ihnen drei Schweizer.

Die US-Luftverkehrsaufsicht hat die heimischen Fluggesellschaften Anfang September zum Austausch der Sensoren bei den Modellen A330 und A340 aufgefordert. (oku/sda)

Erstellt: 23.09.2009, 11:40 Uhr


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