Ausland

Autobombe verletzt in Spanien fast 50 Personen

Aktualisiert am 29.07.2009

Bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeikaserne in der nordspanischen Stadt Burgos sind am frühen Mittwochmorgen 46 Menschen leicht verletzt worden.

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Eine gewaltige Explosion zerstört die Fassade der Guardia Civil-Kaserne in der nordspanischen Stadt Burgos.
Bild: Keystone

   

Hinter dem Attentat wird die baskische Untergrund-Organisation ETA vermutet. An dem Gebäude und an angrenzenden Häusern sei schwerer Sachschaden entstanden, teilten die Behörden mit. Eine Seitenwand der 14-stöckigen Kaserne sei fast komplett eingestürzt.

Die Bombe war in einem Lieferwagen versteckt, den die Terroristen hinter der Kaserne der militarisierten Guardia Civil abgestellt hatten. Der Sprengsatz detonierte gegen 4 Uhr.

Kein Warnruf

Im Gegensatz zu früheren Anschlägen ging diesmal nach ersten Erkenntnissen kein Warnanruf der ETA ein. Dies deute darauf hin, dass die Terroristen so viel Schaden anrichten wollten wie möglich.

Es sei ein «Wunder», dass niemand getötet wurde, sagte ein Sprecher der Regionalregierung von Kastilien-León. Viele der Beamten der Kaserne und ihre Familien seien bereits in den Ferien gewesen.

Mit Anschlägen gerechnet

Die meisten Verletzten hätten Schnittwunden durch Glassplitter erlitten. 38 der Opfer wurden in ein Spital gebracht, andere wurden in einem angrenzenden Gebäude der Lokalpolizei behandelt. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Durch die Wucht der Detonation gingen in der Gegend auch einige Wasserleitungen zu Bruch.

Das spanische Innenministerium hatte mit einem Anschlag der ETA gerechnet, weil die Organisation an diesem Freitag ihren 50. Jahrestag begeht. Sie war am 31. Juli 1959 in Bilbao gegründet worden. Die ETA hat in den vergangenen Wochen bereits mehrere Attentate verübt und am 19. Juni nahe Bilbao einen Polizeikommissar getötet.

Die ETA kämpft für einen unabhängigen Baskenstaat und hat seit ihrem ersten tödlichen Anschlag 1968 fast 850 Menschen umgebracht. Sie gilt derzeit dank der Polizeierfolge der vergangenen Monate als stark geschwächt. Erst im April war der mutmassliche ETA-Militärchef Jurdan Martitegi in Südfrankreich festgenommen worden. (sam/sda)

Erstellt: 29.07.2009, 11:31 Uhr


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