Berlusconi erstreitet Vergünstigung von Privatflügen nach Sardinien

Aktualisiert am 17.11.2009

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi fliegt in Zukunft billiger zu seiner Villa auf Sardinien. Ermöglicht durch den Europäischen Gerichtshof.

Hat gut lachen: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Hat gut lachen: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.
Bild: Keystone

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gab am Dienstag einer von Berlusconi angestrengten Klage gegen eine Regionalsteuer statt, die Sardinien auf Landungen von Privatflugzeugen und grösseren Freizeitbooten erhebt.

Die Steuer wird nur fällig, wenn der Eigentümer des Flugzeugs oder Bootes seinen Hauptwohnsitz ausserhalb Sardiniens hat. Dies sei eine ungerechtfertigte Benachteiligung gegenüber ortsansässigen Betreibern, erklärte der EuGH auf Anfrage des italienischen Verfassungsgerichts. Die Steuer verstosse deshalb gegen EU-Recht.

Berlusconis Villa auf Sardinien ist in die Schlagzeilen geraten, weil der Ministerpräsident dort ausschweifende Partys gefeiert haben soll. Medienberichten zufolge nahmen daran auch Prostituierte teil. Berlusconi wird ausserdem vorgeworfen, Partygäste mit einer Regierungsmaschine nach Sardinien geflogen zu haben. Die Ermittlungen hierzu wurden im Oktober jedoch eingestellt. (tan/ap)

Erstellt: 17.11.2009, 10:48 Uhr

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