Ausland

Berlusconi fordert EU-Kommissare zum Schweigen auf

Aktualisiert am 01.09.2009

Nachdem sich ein Sprecher zur Politik Italiens geäussert hat, ist der italienische Ministerpräsident beleidigt: Nur der Kommissionspräsident solle sich öffentlich äussern dürfen, fordert er.

Harte Worte am Gedenktag: Silvio Berlusconi kritisierte an der Gedenkfeier in Danzig die EU-Kommission.

Harte Worte am Gedenktag: Silvio Berlusconi kritisierte an der Gedenkfeier in Danzig die EU-Kommission. (Bild: Keystone)

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Am Rande der Gedenkfeiern zum Beginn des Zweiten Weltkriegs in Danzig drohte Silvio Berlusconi vor italienischen Journalisten mit einer Blockade der Europäischen Union, «wenn nicht bestimmt wird, dass kein EU-Kommissar und kein Kommissionssprecher öffentlich zu irgendeinem Thema Stellung nimmt». Allein der Kommissionspräsident und dessen Sprecher sollten für die Brüsseler Behörde sprechen dürfen.

Mit seinem Angriff reagierte Berlusconi offenbar auf Äusserungen des Kommissionssprechers Dennis Abbott, der sich am Dienstag im Auftrag von EU-Innenkommissar Jacques Barrot zur umstrittenen italienischen Flüchtlingspolitik geäussert hatte. Abbott hatte allerdings lediglich erklärt, die Kommission wünsche von Italien eine Erklärung zu Medienberichten, denen zufolge ein Boot voller Flüchtlinge nach Libyen zurückgeschickt worden sei. (oku/ap)

Erstellt: 01.09.2009, 18:58 Uhr


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