Ausland

Berlusconi lässt gute News verbreiten

Aktualisiert am 14.10.2009

Der italienische Premierminister hat eine Gruppe junger Journalisten engagiert: Sie sollen im Ausland gute Nachrichten über den Cavaliere verbreiten.

Haben genug von Negativschlagzeilen: Tourismusministerin Michela Vittoria Brambilla und Premier Silvio Berlusconi an einem Auftritt im Juni.

Haben genug von Negativschlagzeilen: Tourismusministerin Michela Vittoria Brambilla und Premier Silvio Berlusconi an einem Auftritt im Juni.
Bild: Keystone

Stellvertretend für ihren Chef hat die italienische Tourismusministerin Michela Vittoria Brambilla am Dienstag die neue «Taskforce gegen schlechte Presse» vorgestellt. Silvio Berlusconi hat eine Gruppe junger Journalisten angeheuert, um «die ausländische Medienberichterstattung zu überwachen», sagte Brambilla dem «Corriere della Sera» in einem Interview.

Die Journalisten sollen dafür sorgen, dass «bösartige Nachrichten von Japan bis Peru ausgemerzt werden». Stattdessen sollen sie die ausländische Presse «mit wahren und guten Meldungen über Italien bombardieren». So solle das Land wieder als Zentrum für Lebenskunst und Design präsentiert werden, so Brambilla.

Zwiespältiges Verhältnis zur Presse

Laut Brambilla ist es nicht die Schuld Berlusconis, wenn das Ansehen Italiens im Ausland leidet. Vielmehr sei dies den italien-feindlichen Strömungen im Land anzulasten, die nichts anderes wollten, als Silvio Berlusconi zu zerstören.

Das Verhältnis des Premiers zur Presse ist ein Zwiespältiges. Die «Repubblica» und die «Unità» hat er verklagt, ebenso die spanische «El País», die Bilder von seinen Partys auf Sardinien veröffentlicht hatte.

(oku)

Erstellt: 14.10.2009, 11:36 Uhr


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