Berlusconi verklagt «L'Unitá»
Behauptung, er nehme Potenzmittel ist «rufschädigend»: Silvio Berlusconi. (Bild: Keystone)
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Wie «L'Unitá» am Mittwoch mitteilte, fordert Berlusconi zwei Millionen Euro Schadenersatz. Hintergrund sind mehrere Ausgaben der Zeitung im Juli, die sich unter anderem mit Sexskandalen beschäftigen, in die der Premier verwickelt gewesen sein soll.
Zuvor hatte Berlusconi bereits Schadenersatz in Millionenhöhe von der linksliberalen italienischen Tageszeitung «La Repubblica» gefordert und auch ausländischen Zeitungen mit rechtlichen Schritten gedroht.
«Beleidigend und vor allem nicht wahr»
Der «L'Unità» wird Verleumdung vorgeworfen. Dabei geht es um angebliche Treffen Berlusconis mit einem süditalienischen Callgirl. Als ebenso rufschädigend sehe die Anklage eine Reihe von zitierten Witzen der Komikerin Luciana Litizzetto an, die unterstellten, dass Berlusconi Potenzmittel einnehme. Dies sei «beleidigend, rufschädigend und vor allem nicht wahr», heisst es.
Die linke Opposition reagierte mit Empörung auf die Klage. «Die Forderung von zwei Millionen Euro ist ein erneuter Versuch, die Presse einzuschüchtern», protestierte Paolo Gentiloni von der linken Oppositionspartei PD.
Andere nannten es dringend notwendig, dass Berlusconi selbst die Skandalvorwürfe rückhaltlos aufkläre. Der 72-Jährige hatte wiederholt betont, er sei zwar kein Heiliger, habe allerdings weder Beziehungen zu Minderjährigen gehabt noch jemals für Sex bezahlt. (oku/sda)
Erstellt: 02.09.2009, 18:13 Uhr
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