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Berlusconis Bruder verleumdet Opposition

Weil er in seiner Zeitung Falschmeldungen über einen Oppositionsführer verbreitete, muss Paolo Berlusconi 100'000 Euro Schadenersatz zahlen.

Wegen verleumderischer Berichte über einen Oppositionsführer ist eine Zeitung im Besitz des Bruders von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi zu Strafzahlungen von insgesamt 100'000 Euro verurteilt worden.

Ein Gericht in Monza habe am Montag verfügt, dass die Zeitung «Il Giornale» von Paolo Berlusconi ihm 60'000 Euro Entschädigung zahlen müsse, sagte der Chef der kleinen Oppositionspartei Italien der Werte (IDV), Antonio Di Pietro, der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Am Samstag sei das Blatt bereits zur Zahlung von 40'000 Euro an ihn verurteilt worden.

Bei den Falschmeldungen sei es um den angeblichen Kauf mehrerer Wohnungen sowie um angebliche IDV-Kandidaten mit Verbindungen zur Mafia gegangen. «Nun werden wir sehen, ob sie weiter Lügen über mich erzählen werden», sagte der frühere Anti-Korruptionsrichter Di Pietro. (oku/sda)

Erstellt: 16.03.2010, 08:41 Uhr

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