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Beschimpfte Britin äussert Mitleid mit Gordon Brown

Aktualisiert am 02.05.2010

Die ältere Dame, über die der britische Premier letzte Woche bei laufendem Mikrofon gelästert hatte, nimmt Brown in Schutz. Wählen wird sie ihn trotzdem nicht.

«Nicht wütend, sondern traurig»: Gillian Duffy an dem Treffen, über das Brown Minuten später lästerte.

«Nicht wütend, sondern traurig»: Gillian Duffy an dem Treffen, über das Brown Minuten später lästerte.

Die ältere Dame, über die sich der britische Premierminister Gordon Brown vor laufenden Mikrofonen abfällig geäussert hatte, hat ihr Mitleid mit dem Labour-Politiker geäussert. Wie die Zeitung «Mail on Sunday» am Samstag berichtete, sagte die Witwe Gillian Duffy in einem Gespräch mit Brown, dass ihr «wirklich leid» tue, was passiert sei, weil Brown «mehr zu verlieren» habe als sie.

Die Frau sagte demnach weiter, sie sei «nicht wütend, sondern traurig». Die Seniorin, die ihr Leben lang die Labour-Partei Browns unterstütze, will bei der bevorstehenden Parlamentswahl nicht wählen gehen.

Schwerer Patzer kurz vor den Wahlen

Brown hatte sich am Mittwoch einen schweren Patzer im Wahlkampf geleistet. Nach der Begegnung mit der Witwe im nordwestenglischen Rochdale nannte er deren Äusserungen «eine Katastrophe». «Man hätte niemals ein Treffen mit dieser Frau organisieren dürfen», schimpfte Brown und nannte die Frau «verbohrt».

Dabei vergass der Premier, dass noch das Mikrofon des Kamerateams an seinem Anzug steckte. Die Äusserungen wurden anschliessend landesweit gesendet. Brown zeigte sich nach dem Vorfall reumütig. (oku/sda)

Erstellt: 02.05.2010, 06:58 Uhr

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