Ausland

Blair soll das Volk beim Irak-Krieg betrogen haben

Aktualisiert am 14.12.2009

Der frühere britische Generalstaatsanwalt Ken Macdonald greift den Ex-Premier Tony Blair wegen der Beteiligung seines Landes am Irak-Krieg scharf an.

Er habe sein Land «in die Irre geführt»: Diesen Vorwurf an die Adresse von Tony Blair macht kein Geringerer, als der frühere Generalstaatsanwalt.

Er habe sein Land «in die Irre geführt»: Diesen Vorwurf an die Adresse von Tony Blair macht kein Geringerer, als der frühere Generalstaatsanwalt.
Bild: Reuters

In einem Beitrag für die Zeitung «The Times» warf der frühere Leiter der britischen Anklagebehörden Blair am Montag vor, zusammen mit dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush einen «erschreckenden Betrug» betrieben zu haben. Blair habe sein Land «in die Irre geführt», um die Menschen von dem «tödlichen» Krieg zu überzeugen.

Blair hatte die britische Beteiligung am Irak-Krieg am Sonntag verteidigt. Er hätte sich im Jahr 2003 auch für den Krieg im Irak entschieden, wenn er gewusst hätte, dass das Land nicht über Massenvernichtungswaffen verfüge, sagte Blair der BBC.

Blair muss Aussagen

Grossbritannien war der wichtigste Verbündete der USA, als diese im März 2003 im Irak einmarschierten. Als Grund nannten die beiden Regierungen damals, dass der Irak Massenvernichtungswaffen habe. Das stellte sich nach der Invasion aber als falsch heraus.

Ende November begannen in London öffentliche Anhörungen zur britischen Beteiligung am Irak-Krieg. Anfang kommenden Jahres soll auch Blair vor der Untersuchungskommission aussagen. (cpm/sda)

Erstellt: 14.12.2009, 09:09 Uhr

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