Clinton will Nordirland beistehen
Die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton möchte Nordirland bei der Lösung der noch ausstehenden Streitpunkte unterstützen. Dies sagte Clinton dem Ministerpräsidenten Peter Robinson und dessen Stellvertreter Martin McGuinness bei einem Treffen am Montag. Zu den Streitpunkten gehört vorab die geplante Übertragung von Polizei- und Justizbefugnissen von der Regierung in London an die Regionalregierung in Belfast.
Die gemeinsame Regierung aus der katholischen Sinn-Fein-Partei und der einst verfeindeten protestantischen Unionistenpartei DUP konnte sich bis heute nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Es soll zu Fortschritten bei den Verhandlungen gekommen sein, nachdem sich der britische Premierminister Gordon Brown eingeschaltet hatte.
Clinton hielt auch eine Rede vor dem nordirischen Parlament. «Gemeinsam können Sie vorankommen und das grossartige menschliche und wirtschaftliche Potenzial nutzen, das Nordirland zu bieten hat», sagte sie. Clinton betonte auch den «Wert des Friedens», der neue Möglichkeiten biete.
Tausende Tote seit 1960er
Im Nordirlandkonflikt zwischen pro-britischen Protestanten und republikanischen Katholiken kamen seit den 1960er Jahren mehr als 3500 Menschen ums Leben. Die Republikaner wollten eine Abspaltung Nordirlands von Grossbritannien durchsetzen.
1998 wurde mit dem Karfreitagsabkommen der Friedensprozess eingeleitet. Clintons Ehemann Bill war in den 1990er Jahren als US- Präsident massgeblich am Friedensschluss in Nordirland beteiligt. In diesem Jahr waren aber bei Anschlägen von Splittergruppen der ehemaligen Terrororganisation IRA drei Menschen getötet worden. (vin/sda)
Erstellt: 12.10.2009, 16:46 Uhr
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