Das Comeback der russischen First Lady

Die Wahl von Wladimir Putin zum Präsidenten überrascht wenig. Der Auftritt seiner Frau aber schon. Ljudmila Putina zeigte sich erstmals seit Jahren in der Öffentlichkeit – und fiel dabei durch ihr neukonzipiertes Äusseres auf.

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Jahrelang zeigte sie sich nicht mehr in der Öffentlichkeit, galt gar als verschollen. Doch gestern erschien sie plötzlich bei der Präsidentschaftswahl in Moskau an der Seite ihres Ehegatten: Ljudmila Putina, strahlend lächelnd, mit neuer blonder Mähne und geschmackvoll gekleidet.

Es scheint, als stünde eine andere Ljudmila Putina vor den Massen in Moskau. Die 53-Jährige galt früher als scheu, als ruhiges Heimchen, das sich nichts aus Frisuren oder ganz allgemein aus ihrem Äusseren macht. Zusammen mit ihren Kindern lebte sie die letzten Jahre zurückgezogen. Vielleicht auch, weil ihr Gatte dies so wünschte: «Ich hätte es gern, dass sie alle in Ruhe gelassen werden. Das hängt sowohl mit ihrem persönlichen Wohlbefinden zusammen, als auch mit ihrer Sicherheit», sagte er laut «Welt online».

Unglücklicher und dicker

Die frühere Stewardess heiratete den damaligen KGB-Offizier Waldimir Putin am 28. Juli 1983 in Leningrad. Zusammen mit ihren Töchtern Maria und Jekaterina Wladimirowna lebte das Paar von 1986 bis 1990 in Dresden. Zurück in Russland arbeitete sie in St. Petersburg als Deutschlehrerin. Dort war sie 1993 denn auch in einen schweren Autounfall involviert und überlebte nur knapp.

Während Putins erster Amtszeit als russischer Präsident war Ljudmila Putina öfters an seiner Seite zu sehen. So ist sie im Jahr 2003 auf Fotos mit Queen Elisabeth in London zu sehen. Vier Jahre später lächelt das Paar Putin zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und deren Ehemann in Berlin in die Kameras.

Solche Auftritte wurden rarer, als die Gerüchte über eine angebliche Affäre Putins in Umlauf gerieten. Laut russischen Medien schien Ljudmila Putina immer unglücklicher – die First Lady legte an Kummerspeck zu und zog sich mehr und mehr zurück.

Putin weist Vorwürfe zurück

Das russische Magazin «Moskovsky Korrespondent» machte seine Vermutungen im April 2008 schliesslich publik. Putin wolle sich heimlich scheiden lassen, um seine Geliebte, die russische Kunstturnerin Alina Kabaeva, zu heiraten. Putin wies jegliche Vorwürfe zurück. Wenige Tage später musste die Zeitung dichtmachen – wegen finanzieller Schwierigkeiten. Seither werden jegliche Spekulationen über die Verbindung Putin-Kabaeva einzig von wenigen russischen Bloggern verfolgt. So berichtete Readrussia.com von einem gemeinsamen Kind der beiden.

Im Moment scheinen diese Gerüchte vergessen. Mit ihrem Auftritt von gestern stellt sich Ljumila Putina hinter ihren Gatten. Vielleicht will sie dem Volk mit ihrem Auftritt mitteilen: Die russische First Lady ist zurück. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 05.03.2012, 15:28 Uhr)

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