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Das Problem der österreichischen Studenten mit den Deutschen

Aktualisiert am 27.10.2009 45 Kommentare

Hunderte von Studenten halten seit Tagen den grössten Hörsaal der Uni Wien besetzt. Sie fordern bessere Studienbedingungen. Ein wichtiger Grund für ihren Protest ist der Ansturm deutscher Studenten auf österreichische Universitäten.

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Inzwischen sind es rund 1000 Studenten, welche das Audimax der Uni Wien besetzt halten.

   

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Durchhalteparolen der Studenten im Hörsaal der Universität in Wien.

Seit nunmehr sechs Tagen ist das Audimax der Universität Wien besetzt. In der Nacht auf heute war der Hörsaal sogar nochmals voller als in den vergangenen Nächten. Rund 1000 Studenten drängen sich in dem schwarz gemauerten Raum. Grund dafür dürfte die Angst vor einer Räumung sein. Bis heute Mittag hat die Polizei allerdings noch nicht interveniert.

Die Forderungen der Demonstranten: Keine Studiengebühren, weg mit Zugangsbeschränkungen dafür mehr Geld und mehr Demokratie für die Universitäten. Angeheizt wurde der Ärger durch die geplante Einführung eines Numerus clausus in beliebten Fächern wie Publizistik.

Proteste könnten sich ausweiten

Ihren Ausgangspunkt nahmen die spontanen Studentenproteste am vergangenen Donnerstag in Wien. Von dort haben sie sich auf andere Hochschulen ausgeweitet. Die Studenten in der Hauptstadt haben den Hörsaal gestürmt und ihn seither nicht wieder verlassen. Und die Proteste könnten sich ausweiten: In Graz, Klagenfurt, Linz und Salzburg sind Versammlungen geplant, Protestmassnahmen werden dort auch besprochen.

Zuletzt hatten sich immer mehr deutsche Studenten an den Universitäten des Nachbarlandes eingeschrieben, weil sie in Deutschland am Numerus Clausus gescheitert sind. Studierten im Jahr 2000 erst 6300 Deutsche in Österreich, waren es 2005 schon 10'500. Inzwischen sind es bereits über 18'000. Die Rektoren mehrerer Universitäten haben darum gefordert, wieder Auswahlverfahren für bestimmte Fächer einzuführen, um so die Zahl der Studierenden zu begrenzen.

«Faszinierend, wie viele Menschen schon mitmachen»

Eine der Demonstrantinnen ist Sara Scheiflinger. Sie ist müde, aber motiviert, wie sie dem österreichischen Onlineportal «Oe24» schildert. Seit Donnerstag um 13 Uhr ist die 20-Jährige fast rund um die Uhr im Wiener Audimax.

«Faszinierend, wie viele Menschen schon mitmachen», sagt Scheiflinger, die im dritten Semester Volkswirtschaftslehre in Wien studiert. «Geschlafen habe ich in der Zeit nicht sehr viel, aber es sind alle noch immer hoch motiviert.» Und weiter: «Die Stimmung im Audimax war von Anfang an gut. Es war schnell klar, dass hier niemand mehr so schnell weggeht.» Scheiflinger stellt klar: «Wir sind eine richtige Gemeinschaft geworden, die sehr konstruktiv und hart arbeitet. Das ist hier keine Dauer-Party.»

Schlafsäle und Putztrupps

Der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zeigt sich bislang wenig beeindruckt von den Aktionen der Studenten. Er sei nicht bereit, auf die Protestierenden zuzugehen, verkündete er gestern.

Wiens Bürgermeister Michael Häupl sagt, er habe «ein hohes Mass an Verständnis» für die Studentenproteste. Er sei grundsätzlich der Auffassung, dass es nicht zu viele Studenten gebe, sondern zu wenig Studienplätze und Lehrpersonal.

Inzwischen haben sich die Studenten im Audimax häuslich eingerichtet. Es gibt Schlafsäle, eine eigene Küche, Putztrupps und sogar psychologische Betreuung für die seit Tagen hier lebenden Besetzer, wie «Oe24» berichtet. Organisiert wird alles von einem provisorisch eingerichteten Büro aus. Dort stehen Laptops, von denen aus die neue Homepage Unibrennt betreut wird.

Teurer Protest

Für die Universität Wien wachsen mit jedem Tag der Besetzung die Kosten. Wie ORF berichtet, hätten allein der erste halbe Besetzungstag und die darauf folgende Nacht Zusatzkosten von 100'000 Euro verursacht, etwa durch den verstärkten Sicherheitsdienst, Sachschäden wie beschmierte Wände und beschädigte Lampen sowie verstärkte Reinigungsdienste. (bru)

Erstellt: 27.10.2009, 15:24 Uhr

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45 Kommentare

Thomas R. Koll

27.10.2009, 15:00 Uhr
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Sie geben die Ereignisse und Gründe hier völlig falsch wider. Ausgangspunkt war eine Räumung an der Bildenden Akademie die sich in eine Besetzung wandelte und dann auf die Hauptuni übergriff. Und Motivation der Studenten an der Bildenden waren nicht die deutschen Mitstudenten sondern die Umstellung im Zuge des Bolognaprozess. Zwotens beteiligen sich sehr viele Deutsche Studenten an der Besetzung. Antworten


joe walz

27.10.2009, 14:45 Uhr
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hats eigentlich noch deutsch in deutschland? oder werden die von da vertrieben, dass sie in die umliegenden länger "ausschwärmen`"? oder ist das moderne kriegsführung? man wandert solange aus, bis in den einwanderungsländern die anzahl der deutschen die "einheimischen" verdrängt hat? Antworten



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