«Der Druck der Amerikaner ist ungehörig»

Aktualisiert am 18.12.2009 2 Kommentare

Der österreichische Verteidigungsminister Norbert Darabos hat sich energisch gegen US-Forderungen nach einer Beteiligung des Bundesheers am Afghanistan-Einsatz gewehrt.

«Österreich entscheidet selbst»: Verteidigungsminister Norbert Darabos.

«Österreich entscheidet selbst»: Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Österreich sei ein souveräner Staat, der selbst entscheide, wohin er seine Truppen entsende, erklärt Darabos in einem Interview der Tageszeitung «Der Standard». «Der Druck der Amerikaner ist relativ stark. Er ist teilweise ein bisschen ungehörig», wurde der Minister auf der Website der Zeitung zitiert.

«Wir haben drei Offiziere in Kabul stationiert. In heiklen Zeiten im Jahr 2002 waren wir mit rund 60 Mann präsent. Später, bei den Wahlen 2005, haben wir ebenfalls ein Kontingent dort gehabt. Afghanistan ist heute eine Aufgabe der Nato.»

Zwar werde Österreich keine Soldaten nach Afghanistan entsenden, dafür sei Wien aber bereit, anderswo mehr Verantwortung zu übernehmen, beispielsweise auf dem Balkan. Das Land werde seine Präsenz in Bosnien von 150 auf 230 Soldaten aufstocken, um den Abzug von Soldaten aus anderen Ländern zu kompensieren, erklärte Darabos laut der Zeitung. (bru/ap)

Erstellt: 18.12.2009, 11:11 Uhr

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2 Kommentare

ruth leemann

18.12.2009, 13:53 Uhr
Melden

Die Internationale Globalisierung vernichtet mehr als sie gut macht. Man sollte sich nicht leichtsinnig verbünden, ansonsten verliert ein Land die Unabhängigkeit und muss sich von einer Grossmacht vorschreiben lassen was zu tun / zu lassen ist, und das ist auch nicht der Sinn der Sache. Antworten


Walter Kunz

18.12.2009, 16:31 Uhr
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Ein leichter Vorgeschmack was der Schweiz nach einem Vollbeitritt zu EU, dazu möglicherweise auch noch zur NATO warten könnte. Antworten



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